17.02.2017 | Ausgabe 1-2/2017

Stahl-Feuerfest-Wechselwirkungen und Phosphoraufnahme beim Schmelzen von hochmangan- und aluminiumhaltigen Stählen

Die niedrigphosphorhaltigen Stahlproben vor dem Wiederaufschmelzen(Bildquelle: die Autoren)

Vollaustenitische Gussstähle mit hohem Mangan- und Aluminiumgehalt haben 18 % weniger Dichte als abgeschreckte als wärmebehandelte Cr-Mo-Stähle, und das bei vergleichbarer Festigkeit und etwa siebenfach höherer dynamischer Bruchzähigkeit. Die Anwesenheit von Phosphor in Gehalten größer 0,006 % aber hat negative Auswirkungen auf Duktilität und Zähigkeit. Die vorliegende Studie weist nach dass auch Phosphorgehalte bis zu 0,02 % problemlos möglich sind, wenn sehr reine Einsatzmaterialien verwendet werden, durch die die Phosphoraufnahme aus der phosphatgbundenen Feuerfestzustellung während des Schmelzens und Gießens vermieden werden kann. Die Studie untersucht die Wechselwirkungen zwischen hochmangan- und aluminiumhaltigem Stahl und zwei kommerziell verfügbaren Feuerfestmassen während des Schmelz- und Gießvorganges. Dazu wurden zwei Proben der Legierung Fe-30Mn-9Al-1,6Si-0,9C-0,5Mo (0,002 % P) unter Schutzgasatmosphäre in einem hochreinen Aluminiumoxidtiegel mit phosphat- und silikatgebundener Feuerfestzustellung geschmolzen.

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