17.03.2017 | Ausgabe 3/2017

Editorial

Dr.-Ing. Hartmut Polzin, Chefredakteur GIESSEREI-PRAXIS

Dr.-Ing. Hartmut Polzin, Chefredakteur GIESSEREI-PRAXIS

China will seine Überkapazitäten in der Stahl- und Kohleindustrie abbauen. Die Stahlproduktion soll um 50 Millionen Tonnen reduziert werden. Das war neulich von Chinas Regierungschef Li Keqiang zu hören. Im Hinblick auf den wachsenden Unmut der Menschen über die starke Umweltverschmutzung im Land versprach er den „Himmel wieder blau“ zu machen. Die Regierung will zukünftig demnach Wert darauf legen, verstärkt erneuerbare Energien ins Netz einzuspeisen und Kohlekraftwerke zu modernisieren. Weiterhin soll das Investitionsumfeld verbessert und mehr Industriebereiche für ausländische Unternehmen geöffnet werden. Li bekräftigte, dass ausländische Firmen mit chinesischen gleich behandelt werden sollen, wenn es um Lizenzen, öffentliche Ausschreibungen oder Standards gehe. Damit soll auch die von deutschen Firmen beklagte Diskriminierung ausländischer Wettbewerber gegenüber chinesischen Firmen beendet werden. Gleichzeitig wurde das Wachstumsziel der zweitgrößten Wirtschaft der Welt auf 6,5 % gesenkt, den niedrigsten Wert seit 26 Jahren. Bleibt zu hoffen, dass auch die deutsche Gießereiindustrie von den angestrebten Veränderungen profitieren kann.

Zunächst aber wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre der aktuellen Ausgabe der GIESSEREI-PRAXIS.

Glück Auf!


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