17.03.2017 | Ausgabe 3/2017

Nicht-standardisierte Prüfung zur Qualifizierung von Sanden für den 3D-Druck

Zusammenhang zwischen den Mindestwerten von Zugfestigkeit und Härte der verschiedenen Sorten des Gusseisens mit Lamellengraphit und der Wanddicke (Bildquelle: Klaus Röhrig)

Der dreidimensionale Druck (3D-Druck) bietet die Flexibilität und Einfachheit zur Reproduktion der Sandform direkt aus den rechnerunterstützten Konstruktionsmodellen (CAD-Modellen). Dadurch werden die arbeitsaufwendigen Schritte bei der Modellherstellung eliminiert und die Gesamtdauer bis zum Abguss verkürzt. Vorteile des 3D-Drucks sind minimale Bearbeitungsschritte, höhere Präzision und die Möglichkeit, dünnwandige Sandmodelle mit komplexen Konturen herzustellen. Die Verwendung alternativer granularer Medien im 3D-Druck kann auch gießtechnische Vorteile bieten, wie zum Beispiel bessere Oberflächenbeschaffenheit im Gusszustand und engere Maßtoleranzen.

Der Zweck dieser Studie ist die Charakterisierung von nachgehärteten 3D-gedruckten Quarzsandproben durch nicht standardisierte Prüfungen zur Messung der für die Vergießbarkeit erforderlichen physikalischen, mechanischen und thermo-mechanischen Eigenschaften. Ziel war die Beurteilung der Eigenschaften und Charakteristiken von sechs Quarzsanden, die im 3D-Druck verwendet werden. Des Weiteren wurden Gießversuche im Grauguss durchgeführt. Die Ergebnisse bieten nützliche Informationen zur Qualifizierung chemisch gebundener Sandformen und zur Gussqualität.

Nachdruck aus Trans. Amer. Foundrym. Soc. Paper 16-066, mit freundlicher Genehmigung der American Foundrymen‘s Society.

Deutsche Bearbeitung von Andreas Nebl, Salzweg, www.uebersetzungen-nebl.de

10 Seiten


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