12.04.2017 | Ausgabe 4/2017

Nachvollziehbarkeit von Höhenmessungen bei Grünsandformen mittels optischem 3D-Scanner

Die Einführung der Messunsicherheits-Abschätzung verwendet kalibrierte Werkstücke (ISO 15530-3:2011). (Bildquelle: Dept. of Mechanical Engineering, Technical University of Denmark)

Die Einführung eines verlässlichen Verfahrens zur Vermessung von Grünsandformen ist eine Grundvoraussetzung zur Analyse geometrischer Abweichungen bei der Massenproduktion qualitativ hochwertiger Gussteile. Die Oberfläche einer Grünsandform ist nicht geeignet für Messungen mit einer tastenden Koordinaten-Messmaschine (CMM), die auf die Messgeräteeinheit nachvollziehbar ist. Bei der dimensionellen Messtechnik werden zunehmend optische Scanner verwendet, bei denen kein Risiko der Oberflächenbeschädigung besteht; durch fehlende internationale Standards ist es jedoch schwierig, eine Nachvollziehbarkeit dieser Messungen einzuführen und sie mit tastenden Messinstrumenten zu vergleichen. Diese Arbeit präsentiert einen messtechnischen Ansatz für Höhenmessungen von Grünsandformen mittels optischem 3D-Scanner mit Streifenprojektion. Es wurde ein neuer Sandprüfkörper mit festem Binder entwickelt, um der Kontaktkraft eines Messtasters standzuhalten, und um den optischen Eindruck von Grünsand beizubehalten. Die Probe wurde auf einer Messuhrvorrichtung kalibriert und in optische Messungen umgewandelt. Um die optischen Messunsicherheiten zu ermitteln, wurde das Verfahren für kalibrierte Werkstücke (ISO 15530-3) verwendet.

Nachdruck aus Trans. Amer. Foundrym. Soc. Paper 16-033, mit freundlicher Genehmigung der American Foundrymen‘s Society.

Deutsche Bearbeitung von Andreas Nebl, Salzweg, www.uebersetzungen-nebl.de

8 Seiten


Newsletter
Ja, ich möchte den Newsletter von GIESSEREI PRAXIS abonnieren