20.06.2017 | Ausgabe 6/2017

Produktion von Stahlgussteilen im Vollform-Gießverfahren (LFC-Verfahren)

Quelle: American Foundrymen‘s Society

Quelle: American Foundrymen‘s Society

Trotz seiner enormen möglichen Vorteile wird das Vollform-Giessverfahren (LFC-Verfahren) derzeit nur in geringem Umfang zur Herstellung von Stahlgussteilen verwendet. Zu diesen Vorteilen zählen unter anderem das Entfallen der Bearbeitung, bedingt durch Toleranzen, die dem Feinguss entsprechen, und die Bauteilkonsolidierung, wodurch Komponenten und Verbindungstechniken eliminiert werden können. Somit kann durch die Entstehung einer schlankeren Lieferkette ein finanzieller und operativer Nutzen erzielt werden. Durch geeignete technische Prozessanpassungen beim LFC zur Kompensation des höheren Schmelzpunkts von Stahl scheint beim Stahlguss im Vergleich zu Grünsand- oder Furansand- Verfahren (Nobake) keine Verschlechterung aufzutreten. Tatsächlich trifft durch die Vorteile des LFC und die Verbesserung der Oberflächenrauheit und der Maßgenauigkeit das Gegenteil zu.  

In dieser Arbeit werden der globale Hintergrund von Stahlguss mittels LFC, sowie einige gegenwärtige Anwendungen detailliert betrachtet. Bekannte Beispiele sind unter anderem das Gießen von Zahnrädern aus unlegiertem Stahl 1060 und von Bauteilen aus Edelstahl der Güten CF8M und CF8 nach ASTM A 743. Das Gefüge und das Oberflächen-Erscheinungsbild werden ebenfalls ausführlich behandelt. Schließlich werden Daten über den endgültigen Kohlenstoff-Gehalt in den Gussteilen und über die in den Gussteilen erreichte Mindestmenge an Kohlenstoff präsentiert. 

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