Gefüge von Gusswerkstoffen - was ist das?

Der Begriff Gefüge:
Der Aufbau eines Werkstoffes kann mit dem Atomaufbau, der Atomanordnung im Festkörper (Struktur) und dem Gefüge beschrieben werden. Auch der Begriff Mikrostruktur wird verwendet.

Unter dem Begriff Gefüge ist die Gesamtheit aller in einem Werkstoff vorliegenden Bestandteile zu verstehen, die durch Korngrenzen oder Phasengrenzen voneinander getrennt sind. 

Gefüge unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung, Form, Größe, Verteilung und Orientierung. 

Die Beschreibung des Gefüges:
Zur Untersuchung und Dokumentation des Gefüges in Schliffproben muss eine Vorbehandlung, genannt metallografische Präparation, der Probe erfolgen:

Trennen, Schleifen, Polieren und Ätzen.

Bei der Gefügebeschreibung werden Aussagen zu Art, Anteil, Form, Größe, Verteilung der vorliegenden Gefügebestandteile möglich. 

Die Gefügebeschreibung wird für die Qualitätssicherung und zur Schadensanalyse eingesetzt.

Die Metallografie:

Metallografie ist das Fachgebiet zur Gefügeuntersuchung metallischer Werkstoffe und umfasst: 

  • die Probenpräparation
  • die Untersuchung und Dokumentation von Gefügen im Lichtmikroskop und im Elektronenmikroskop 
  • die Interpretation der Gefügebefunde 
  • die Anteilsbestimmung von Gefügeparametern.

Redaktion und fachliche Bearbeitung

Simone Franke // Dr. Michael Franke
Franke Gießereitechnik
Dresden

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