01.10.2012 | Special III/2012

Steigender Preisdruck verändert traditionelle Kalkulationsverfahren

Die Gießereiindustrie steht schon seit Jahren unter einem permanenten, teilweise ruinösem Preis- und Kostendruck. Den Zulieferern wird es aufgrund rigoroser Einkaufsmethoden oft schwer gemacht, nachhaltig gute Erträge zu erwirtschaften. Denn immer mehr ihrer Kunden, vor allem im Bereich der Automotive, verlangen mit der Angbotsabgabe die Offenlegung der Kalkulationen, um direkte Preisvergleiche anstellen oder nach Kostensenkungspotenzialen forschen zu können. Wer hier mithalten will, muss transparente und aussagefähige Kalkulationsmethoden anwenden.

Die Kalkulatoren sind oft am Verzweifeln, wenn der überwiegende Teil der von ihnen mit besten Wissen und Gewissen ermittelten Angebotskalkulationen keine Preisakzeptanz am Markt findet. Nicht selten werden sie von ihren Kollegen aus dem Vertrieb mit Fragen wie „können wir denn nun die Marktpreise akzeptieren?“ oder „warum sind wir immer zu teuer?“ konfrontiert.
Kaum ein Zulieferbetrieb findet bei seinen Kunden in der ersten Angebotsphase die gewünschte Preisakzeptanz. Mehrfaches Nachverhandeln um günstigere Preise und Forderungen nach Savingquoten gehören zum Alltag vieler Einkäufer…