01.01.2015 | Special I/2015

Umstellung eines vakuumunterstützten auf einen konventionell entlüfteten Gießprozess mit Hilfe der Computersimulation

T. Trout, K. Ripplinger, A. Sholapurwalla, S. Scott, S. Mitra, M. Diehm, Ole Köser

Kaltläufe im Ausgangsdesign der konventionellen Zwangsentlüftung

Kaltläufe im Ausgangsdesign der konventionellen Zwangsentlüftung

Einleitung
In der heutigen Wettbewerbssituation sieht sich die Gießereiindustrie mit der Notwendigkeit konfrontiert, qualitativ hochwertige Gussteile bei gleichzeitig reduzierten Produktionskosten und kürzeren Entwicklungszeiten herzustellen. Die computergestützte Simulation hat bewiesen, dass sie geeignet ist, sowohl in der Prozessentwicklung als auch in der Produktionsphase unterschiedliche Kosteneinsparungen zu realisieren – gleichgültig, ob es sich um die Entwicklung neuer Komponenten oder die Modifikation vorhandener Produkte handelt. Durch die Vermeidung von produktions-induzierten Fehlern und die Reduktion von Ausschuss und Nachbesserungen können Gießer eine verbesserte und beständigere Produktqualität sowie effizientere Designs erreichen, die höhere Erträge ermöglichen.
Bei der Konzeption der Eingüsse, Gieß- und Überläufe für einen Hochdruckguss wird besonderer Wert darauf gelegt, ein Fließmuster zu generieren, das Lufteinschlüsse minimiert oder idealerweise die gesamte Luft in die vorhandenen Überläufe und Entlüftungsventile drückt. Eine verbreitete Methode basiert auf der Idee, durch Vakuum-Unterstüzung die im Gießsystem vorhandene Luft soweit wie möglich zu entfernen. Zwar bietet dieser Vakuum-Druckguss eine mögliche Lösung für die angeführte Problematik, gleichzeitig entstehen jedoch zusätzliche Kosten durch zusätzliche Komponenten an der Kavität sowie eine komplexere „Infrastruktur“ der Gießmaschine in Form zusätzlicher Ausrüstung zur Erzeugung des benötigten Vakuums.