03.01.2017 | Special III/2016

Anlagen- und Prozessentwicklung für kundenspezifische Aufgaben – moderne Strahltechnik für Druckgussteile

(Bildquelle: Franke-Giessereitechnik, Dresden)

Die Fertigung von Druckgussteilen erfordert trotz höchster Werkzeugqualität und Reproduzierbarkeit die Integration von Nacharbeitsprozessen. Diese Nacharbeitsprozesse müssen nach teilespezifischen Anforderung ausgelegt sein. Am Beispiel der Anlagen- und Prozessentwicklung einer Drahtgurt-Strahlanlage werden kundenspezifische Lösungen gezeigt. Die ersten Produktionserfahrungen in der Gießerei bestätigen die ausgewählten Anlagen- und Prozessparameter für eine gleichmäßige und reproduzierbare Teilequalität.

Zielstellung
Druckgussteile sind trotz hoher Werkzeugqualität und reproduzierbarer Prozessabläufe nicht nacharbeitsfrei. Mehrteilige Formen, Schieber und Kernelemente bedingen leichte Gratbildungen an den Formteilungsflächen. Die Beseitigung der Grate sollte möglichst effektiv sein, ohne einzelne Gratfahnen individuell zu entfernen. Gleichzeitig sind feinste Konturen ohne weitere Bearbeitung für die spätere Funktion der Bauteile bereits im fertigen Zustand wie beispielsweise Nuten für Dichtringe.
Rückstände der Formsprühmittel befinden sich auf der Oberfläche, die ebenfalls sorgsam entfernt werden müssen. Der Reinigungsprozess muss auch sicherstellen, dass keine Korrosionsneigungen erzeugt oder verschärft werden.

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