01.04.2015 | Ausgabe 4/2015

Magdeburg – Teufelsbrunnen

Das besondere Gussteil

Text und Bild Dr. Klaus Peukert, Freiberg

Text und Bild Dr. Klaus Peukert, Freiberg

Magdeburg, die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, besaß vor der Zerstörung im II. Weltkrieg eine Altstadt mit wunderschönen Geschäftsstraßen und Bürgerhäusern aus den Gründerjahren. Eine der beliebtesten und belebtesten Einkaufsstraßen war die Leiterstraße im Stadtzentrum. Sie wurde durch Bombenangriffe nahezu völlig zerstört und danach auch nicht wieder in alter Schönheit aufgebaut. Baulücken kennzeichneten über viele Jahre den Charakter der Straße. Erst in jüngerer Zeit wurde versucht, eine Achse vom Hauptbahnhof über die Leiterstraße zum Breiten Weg, der Hauptstraße im Stadtzentrum und zum Dom anzulegen.
Ein Blickfang wurde dabei der große bronzene Brunnen mit kleinen, Schabernack treibenden Teufeln vom Magdeburger Bildhauer Heinrich Apel. War der Arbeitstitel für die Brunnengestaltung noch „Ein Kessel Buntes“, in Anlehnung an eine Sendereihe des Fernsehens der DDR, so wurde der Brunnen später als Faunbrunnen betitelt. Die Bevölkerung machte ihn jedoch schnell zum „Teufelsbrunnen“ und als solcher wird er auch von jung und alt in Beschlag genommen. Er wurde 1986 aufgestellt. Die große Brunnenschüssel wurde im Metallgusswerk Waren/Müritz und die Figuren in der ehemaligen Metallgießerei Schuster in Magdeburg gegossen.


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