13.09.2016 | Ausgabe 9/2016

In-situ Beobachtung des Verhaltens nichtmetallischer Einschlüsse mittels Hochtemperatur-Laser-Scanning-Konfokalmikroskopie

Schematische Darstellung des Versuchsaufbaus in der Hochtemperaturkammer. (Bildquelle: die Autoren, Montanuniversität Leoben)

Die Produktqualität wird entscheidend durch den Reinheitsgrad der Metallschmelzen bestimmt. Die Hochtemperatur-Laser-Scanning-Konfokalmikroskopie ermöglicht die in-situ Beobachtung von verschiedenen Reaktionen und Phasenumwandlungen im System Metall-Schlacke-Feuerfestmaterial-Einschluss bei Temperaturen bis zu 1600°C. Der vorliegende Artikel gibt einen Einblick in ausgewählte Beispiele für die Anwendung der Methode zur Untersuchung metallurgischer Fragestellungen.

1. Einleitung
Der Reinheitsgrad von Metallschmelzen hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Um die steigenden Anforderungen an die Produktqualität zu erfüllen, ist ein grundlegendes Verständnis des Verhaltens von nichtmetallischen Einschlüssen in flüssigen Metallschmelzen sowie während der Erstarrung notwendig. Der Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie an der Montanuniversität Leoben untersucht verschiedene metallurgische Fragestellungen unter Anwendung der sogenannten Hochtemperatur-Laser-Scanning-Konfokalmikroskopie (HT-LSCM), welche die in-situ Beobachtung von Reaktionen und Wechselwirkungen zwischen Metall, Schlacke, Feuerfestmaterial und nichtmetallischen Einschlüssen bei Temperaturen bis zu 1600°C sowie auch von verschiedenen Phasenumwandlungen während der Erstarrung, wie etwa der peritektischen Umwandlung, als auch im festen Zustand ermöglicht. Dadurch können wertvolle Informationen für Optimierungsmaßnahmen in verschiedenen Prozessen der Metallerzeugung gewonnen werden.

Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über die Anwendungsbereiche der Methodik am Lehrstuhl für Eisen- und Stahlmetallurgie.

5 Seiten


Newsletter
Ja, ich möchte den Newsletter von GIESSEREI PRAXIS abonnieren