09.02.2018 | Ausgabe 01-02/2018

„Goldene Dachl“, Innsbruck

Das besondere Gussteil

Quelle: Dr. Klaus Peukert, Freiberg

Wahrzeichen von Innsbruck, der Hauptstadt von Tirol, ist unbestritten das„Goldene Dachl“. Millionen Touristen haben dieses städtebauliche Schmuckstück in der Herzog-Friedrich-Straße bisher bewundert. Nur wenige jedoch interessieren sich für einen kleinen Quell an der Hauswand, der von einer Bronzetafel geschmückt und dessen Inschrift nur schwierig zu entziffern ist.

Eine unhygienische Wasserversorgung im Mittelalter bedeutete für die Innsbrucker Bevölkerung eine ständige Gefahr von Seuchen. Erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts versorgten hölzerne Brunnen, die von frischem Quellwasser gespeist wurden,die Menschen. Einer dieser Brunnen war der Platzbrunnen.

450 Jahre standen vor dem Haus zum„Goldenen Dachl“ verschiedene Platzbrunnen,zumeist aus Holz. Ein gotischer gusseiserner Brunnen wurde 1906 entfernt. Hans Hörtnagl, Kaufmann und Heimatforscher aus Innsbruck stiftete 1934 den Erinnerungsbrunnen an den Platzbrunnen vor dem „Goldenen Dachl“.

 

 


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