07.12.2018 | Ausgabe 11/2018

Prozess-Grundlagen für das Verbinden pulvermetallurgischer Einsätze mit Grauguss

Übersicht über die Gießversuche. Quelle: H.M. Borgstrom, L. Sibeck, L. Elmquist, O. Bergman, H. Henrich, M. Haglund

Übersicht über die Gießversuche. Quelle: H.M. Borgstrom, L. Sibeck, L. Elmquist, O. Bergman, H. Henrich, M. Haglund

Multi-Material-Komponenten bieten den Vorteil, erhöhte lokale Eigenschaften mit wirtschaftlicheren Substraten zu erzielen. In dieser Arbeit haben die Autoren die Prozessgrundlagen der Integration von Pulvermetallurgie (PM)-Einsätzen in Grauguss untersucht. Es wurden Parameter wie Impfung, Vorheizen und verschiedene PM-Verarbeitungsabläufe verwendet, um die Möglichkeiten und Einschränkungen der vorgeschlagenen Technologie zu demonstrieren. Der Übersichtlichkeit halber werden wichtige Gefüge-Ereignisse, die mit den Parametern und ihren lokalen Auswirkungen auf den Grauguss in Zusammenhang stehen, durch Zugfestigkeitseigenschaften und licht-optische Analyse der Fusionszone erläutert. Bei ausgewählten Kombinationen wurde eine Fusionszone ohne Defekte gefunden. In der Diskussion werden die möglichen Anwendungen für die vorgeschlagene Technologie vorgestellt.

Zur Herstellung endabmessungsnaher Komponenten werden Gieß- und PM-Techniken verwendet. Beim Gießen wird das geschmolzene Metall in eine Form gegossen. Bei PM-Techniken wird das Pulver verdichtet und anschließend bis zur vollen Dichte gesintert. Die Methoden können teilweise miteinander konkurrieren, besetzen jedoch je nach Detaillierungsgrad, Material, Form und Ausführung unterschiedliche Nischen. Auch preislich unterscheiden sie sich, da Gusseisen ein typisches kostengünstiges Produkt ist und PM eine anspruchsvollere Alternative darstellt.

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