19.12.2018 | Ausgabe 12/2018

Der Einfluss von Wandstärke und Mangan-Zugabe auf die Bildung von intermetallischen Eisenphasen

in neuen Sekundärlegierungen für die Anwendung im vakuumunterstützten Druckguss

Sekundärlegierung 1 (0,22% Mn), / Quelle: Andrea Niklas, Sergio Orden, Asier Bakedano, Michel Garat, Ana Isabel Fernández-Calvo

Sekundärlegierung 1 (0,22% Mn), / Quelle: Andrea Niklas, Sergio Orden, Asier Bakedano, Michel Garat, Ana Isabel Fernández-Calvo

In der Studie werden der Einfluss der Abkühlrate und der Mangan-Zugabe auf die Bildung von intermetallischen Phasen in einer AlSi10MnMg(Fe)-Sekundäraluminiumlegierung untersucht. Dazu wird eine Stufenkeilprobe mit Wandstärken zwischen

1 mm und 10 mm verwendet, die im vakuumunterstützten Druckgießverfahren hergestellt wurde. Das Ziel bestand dabei darin, die konventionelle AlSi10MnMg-Primär-Legierung durch eine preiswertere Sekundärlegierung mit vergleichbaren mechanischen Eigenschaften bei gleichzeitiger Substitution der gefährlichen β-Phasen durch α-Phasen zu ersetzen. Die Ergebnisse belegen, dass eine zunehmende Manganzugabe die Bildung von α-Phasen fördert, während die β-Phasen abnehmen. Zusätzlich dazu nimmt die Menge an π-Phasen in der größten Stufe zu. Weiterhin wurde beobachtet, dass mit zunehmender Abkühlrate bei Senkung der Wandstärke die Teilchenlängen aller intermetallischen Phasen (α, β und π) abnimmt. Die neue Legierung ist preiswerter und reduziert die Klebneigung an der Form durch den höheren Eisengehalt.

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