13.06.2018 | Ausgabe 06/2018

Editorial

Quelle: foto schmitter

Quelle: foto schmitter

Liebe Leserinnen und Leser!

Die in Kraft getretenen Schutzzölle der USA auf Stahl-und Aluminiumprodukte trifft auch die hiesige Gießerei-Industrie – in welchem Maße ist freilich offen. Unter dem Strich dürften die direkten Auswirkungen derzeit gering sein, weil das Handelsvolumen in diesem Bereich zwischen Deutschland und den USA eher klein ist.

Beunruhigender ist allerdings der Gedanke, dass der Handelsstreit eskaliert und die USA auch höhere Zölle auf Autos erheben könnte, die nicht nur die Automobilhersteller, sondern auch die Zulieferindustrie – und damit die Gießerei-Sparte – unter Druck setzen. Darum ist es zwar gut, dass sich die EU gegen die höheren US-Zölle wehrt – aber mit Augenmaß, um eine Eskalation des Streits zu vermeiden.

Und letztlich ist es oft so: Wenn sich die eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Während die USA den Handel erschwert, lädt China zu Investitionen ein, z. B. durch das Ende des Joint-Venture-Zwangs für Unternehmen, die in China investieren wollen.

Know-how „Made in Germany“ ist freilich nicht nur in China gefragt, sondern weltweit. Einiges davon finden Sie auch wieder in diesem Heft, zum Beispiel über Quarzsand als Grundstoff für die Formen und Kernherstellung oder über die Regenerierung von Altsanden.

Ihr

Gerd Theißen

Chefredakteur GIESSEREI-PRAXIS


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