13.06.2018 | Ausgabe 06/2018

Virtuell Reality sinnvoll nutzen

Das Unternehmen Krause Präzisions-Kokillenguss aus Pappenheim setzt VR-Brille im Marketing ein.

Quelle: Krause Präzisions-Kokillenguss GmbH

Das Kokillengießverfahren ist noch immer nicht jedem geläufig“, stellt Britta Strunz, Geschäftsführerin der Krause Präzisions-Kokillenguss GmbH im mittelfränkischen Pappenheim, bei etlichen Kundengesprächen fest. Bei der Vorbereitung für den Auftritt auf der Nürnberger Euroguss-Messe Anfang dieses Jahres hatte das Team um Britta Strunz darum die Idee, das Kokillengießverfahren via VR (Virtuelle Realität) zu den Besuchern zu transportieren. Viele Besucher des Messestandes von Krause nahmen die Gelegenheit wahr und tauchten mit der aufgesetzten VR-Brille direkt in die Fertigung der Gießerei Krause ein –so als ob man live dabei wäre. Die räumliche Wahrnehmung mithilfe der VR-Brille ließ viele Nutzer staunen. Der virtuelle Betriebsrundgang, die Darstellung des Kokillengießverfahrens und der Bereich der Zerspanung waren nahezu „handgreiflich“erfahrbar.

Der 3D-Film über die Gießerei Krause, der von der Werbefilmagentur neuzeit.tv produziert wurde, ermöglicht dem Zuschauer seinen Blickwinkel selbst zu wählen und so seine persönliche Sichtweise auf den Fertigungsprozess und das Kokillengießverfahren zu erhalten, denn es wird die ganze Prozesskette von der Konstruktion über Formenbau bis hin zum Gießen,CNC-Bearbeiten und der Qualitätskontrolle gezeigt. 

Quelle: Krause Präzisions-Kokillenguss GmbH

Der Film macht anschaulich, wie sich das Familienunternehmen Krause seit vierzig Jahren auf dem internationalen Markt mit Gussteilen aus spezieller Fertigung bewährt und dass das Kokillengießverfahren so vieles möglich macht – technisch wie wirtschaftlich.

Bei Krause gibt es keine Produkte von der Stange – sei es bezüglich gewünschter Eigenschaften wie Festigkeit, Verschleiß und Korrosionsbeständigkeit oder hinsichtlich Bauteilkosten. Je nach Einsatzbereich werden verschiedene Anforderungen an Passgenauigkeit, Oberflächenbeschaffenheit und Festigkeit des jeweiligen Gussteils gestellt.

Quelle: Krause Präzisions-Kokillenguss GmbH

Kokille mit hoher Wärmeleitfähigkeit

Beim Kokillengießverfahren erfolgt die Formfüllung mit Hilfe der Schwerkraft in eine metallische Dauerform, die Kokille. Schon hier punktet das Verfahren: Dank der hohen Wärmeleitfähigkeit der Kokillee rstarrt die Schmelze sehr schnell. Es entsteht ein feinkörniges Gefüge mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften, so Krause.

Das Besondere: Die mechanischenbEigenschaften lassen sich variabel verändern. Und dafür steht Krause ein breites Spektrum an Legierungen zur Verfügung, die das Unternehmen bei Bedarf selbst herstellt. Ein weiterer Aspekt: Hohlräume und Hinterschneidungen berücksichtigt der Formenbauer schon bei der Kokillenherstellung durch das Einbringen von Kernen. Das minimiert den Werkstoffverbrauch und reduziert merklich Zeit und Aufwand bei der Nachbearbeitung. Genauso wie der exakte Konturen aufbau,den das Verfahren bereits mit dem Eingießen gewährleistet.

All dies konnte auch den Besuchern bei Krause auf der Euroguss 2018 mit der VR Brille nahe gebracht werden. „An unserem Messestand war die VR-Station das absolute Highlight“, so Geschäftsführerin Britta Strunz. Und bei Krause denkt man auch schon weiter. Nicht nur im Marketing, sondern auch im alltäglichen Einsatz in der Gießerei kann „Virtuell Reality“ von Nutzen sein. Denkbar ist, dass über die VR Brille Arbeitsanweisungen vermittelt werden, etwa bei der Nacharbeit in der Schleiferei. Für Britta Strunz bietet die „Virtuell Reality“ jedenfalls viel Potenzial.


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