15.03.2019 | Ausgabe 3/2019

Die Anwendung der Formfüllsimulation beim Kokillenkippgießen

Gießfehler / Quelle: Daniel Molnar

Gießfehler / Quelle: Daniel Molnar

Die Fließfähigkeit von Metallschmelzen ist eine wichtige Eigenschaft der Gießtechnologie, die maßgeblich die Qualität der Gussteile bestimmt. Der Beitrag diskutiert verschiedene  Faktoren der Fließfähigkeit, unter anderem die eingeschränkte Bernoulli-Gleichung, die Viskosität in der breiigen Zone und die Anwendung des Gesetzes von Darcy.Dazu wurde eine kommerzielle Volumenmodellierungssoftware zur Simulation eines  speziellen Schwerkraftgießverfahrens, dem Kokillenkippgießverfahren angewendet.

Einleitung
Verlässliche Fließfähigkeitsdaten für Aluminiumlegierungen  sind praktisch nicht verfügbar, werden jedoch für gute Formfüllsimulationen benötigt. Die Fließfähigkeit liefert eine Aussage darüber, wie weit ein flüssiges Metall fließen kann, bevor es erstarrt. Sie ist nicht nur die inverse Viskosität,sondern hängt von einigen anderen  Faktoren ab. Flemings, Niyama und Taylor entwickelten eine komplexe Formel für die Fließlänge von Metallschmelzen, wenn diese in einen zylindrischen Kanal in einer Form gegossen werden:

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