12.04.2019 | Ausgabe 4/2019

Formsprengkraft der Druckgießmaschine

Zwei Hebel mit einer Gratdicke von 0,18 mm bei einer Gießkolbengeschwindigkeit von 4,8 m/s in zweiter Gießphase /  Quelle: Boris Nogowizin

Zwei Hebel mit einer Gratdicke von 0,18 mm bei einer Gießkolbengeschwindigkeit von 4,8 m/s in zweiter Gießphase / Quelle: Boris Nogowizin

Für die Auswahl einer Kaltkammer-Druckgießmaschine ist die erforderliche Formschließkraft eine bestimmende Größe. Während des Druckgießvorganges muss die Schließeinheit beide Formhälften sicher geschlossen halten können, um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten, die Gießgratbildung am Druckgussteil auszuschließen, die Maßtoleranzen des Druckgussteils einzuhalten und die Überlastung der Druckgießmaschine zu vermeiden.

Die Formsprengkraft hängt in erster Linie von der beaufschlagten Sprengfläche in der Formteilebene sowie dem Schmelzedruck im Formhohlraum ab. Ebenso beeinflussen die Lage der Kraftwirkungen auf den Aufspannplatten der Druckgießmaschine und die Gießkolbengeschwindigkeit die Formsprengkraft. So werden die vier Führungssäulen oft ungleichmäßig belastet, sodass die Gefahr des Aufdrückens der Druckgießform steigt und die Schmelze aus dem Formhohlraum herausspritzen kann. Eine hohe dynamische Druckspitze am Ende der Formfüllung führt zur höchsten, auftretenden Formsprengkraft im Prozess.

In Rahmen der vorliegenden Untersuchungen wurde eine Methode zur Berechnung der Kräfte in Führungssäulen in Abhängigkeit vom Angriffspunkt der Formsprengkraft und der zulässigen Gießkolbengeschwindigkeit in zweiter Gießphase entwickelt, um die Gratbildung bei der Auswahl der Druckgießmaschine zu vermeiden.

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