20.06.2019 | Ausgabe 6/2019

Automatisierte Bauteilbewertung durch die Inline-Computertomographie

Schematischer  Ablauf der Prüfung durch die Inline-CT /  Bild: Maxim Schlotterbeck

Schematischer Ablauf der Prüfung durch die Inline-CT / Bild: Maxim Schlotterbeck

Aufgrund der hohen Funktionsintegration und des Wandels der Automobilindustrie zum Leichtbau ist der Zylinderkopf ein geometrisch hochkomplexes sowie mechanisch und thermisch stark belastetes Gussbauteil. Die Inline-Computertomographie (CT) soll zukünftig die geforderte Auslieferqualität jedes Bauteiles im Takt der Fertigungslinie zu garantieren.

Die Herausforderung besteht darin, dass der Takt der Fertigungsstraße, der teilweise   weniger als eine Minute beträgt, den Zeitrahmen der Scanzeit vorgibt. Hinzu kommt, dass der Kokillenguss zu individuellen Abweichungen jedes Bauteiles von der Idealgeometrie führt. Mittels einer CT-Prüfung können diese Abweichungen aufgezeigt, analysiert und bewertet werden. Die umfangreiche Analyse der Zylinderköpfe und ein fehlender Standard für die CT-spezifische Defektauswertung führen zu einem enorm hohen manuellen Aufwand, der wiederum ein stark subjektiv beeinflusstes Bauteilergebnis zur Folge hat.

Die im Folgenden beschriebenen Weiterentwicklungen beziehen sich auf die automatische Analyse und Bewertung durch die Inline-CT. Das Ergebnis ist eine effiziente Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Reduktion des menschlichen Einflusses bei der Bauteilbewertung.

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