Lasersinterverfahren

Herstellung Formen und Kerne

Generatives Fertigungsverfahren (auch Additive Fertigung) zur schnellen und werkzeuglosen Fertigung von Modellen, Formen, Mustern Prototypen, Werkzeugen und Endprodukten im Pulverbettverfahren.

Im Bauraum der Maschine wird das Pulver schichtweise aufgetragen und die der Schicht entsprechende Formkontur mit einem Laser bearbeitet, sodass je nach Pulverart ein lokales Verkleben oder Verschmelzen erreicht wird.

In der technischen Anwendung werden drei Verfahrensprinzipien unterschieden:

Lasersintern von Kunststoffgranulat zur Erzeugung von Gießereimodellen.

Lasersintern von harzumhülltem Maskenformstoff zur Herstellung von Formen und Kernen. Das in den 1990er Jahren entwickelte Selektive Lasersintern begründete mit seiner Einführung die bis heute anhaltende Entwicklung der Additiven Fertigung. Basis des Verfahrens ist trockener, harzumhüllter und rieselfähiger Maskenformstoff, der schichtweise auf einer Bauplattform aufgebaut und selektiv mit Laser(n) versintert wird. Bild  1 zeigt den Mechanismus der Verfestigung, Bild  2 schematisch die Bauteilfertigung. Wenn das Formteil fertiggestellt ist, wird der überschüssige, nicht versinterte Formstoff entfernt (Bild 3) und er kann danach wieder verwendet werden.

Lasersintern von Metallpulver und direkte Herstellung des Bauteiles. Es gibt heute eine ganze Reihe von Metallpulvern, die zur Herstellung metallischer Bauteile durch Selektives Lasersintern (SLS) oder Selektives Laserschmelzen (SLM) verwendet werden können, beispielsweise, Aluminium-, Nickel- oder Titanlegierungen. Die so erzeugten Bauteile haben in vielen Fällen nicht die gleichen Eigenschaften wie Knet- oder Gusslegierungen, thermische und/oder mechanische Nachbehandlungen sind daher notwendig. Der Bereich entwickelt sich wieder sehr kreativ.

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