Mangansulfid

Metallurgie

Verbindung des Mangans mit Schwefel:

Mangan-(II)-sulfid MnS, Farbe grau-schwarz, Dichte 3,99 g/cm³; Mangansulfid MnS2 (Mangankies), Farbe schwarz, Dichte 3,465 g/cm³.

Mangan hat hohe Schwefelaffinität und bindet in Metallschmelzen anwesenden Schwefel als MnS. Bei der Herstellung von Gusseisen mit Lamellengraphit und Temperguss wird hiervon Gebrauch gemacht, indem man den Mangangehalt so einstellt, dass er zur Bindung des Schwefels als Mangansulfid ausreicht. Das stöchiometrische Verhältnis Mn/S beträgt rund 1,7 und daraus wird der Mangangehalt im Eisen zur Bindung des Schwefels einschließlich eines Sicherheitszuschlages berechnet mit

Mn ( %) = 1,7 · S ( %) + 0,2 bis 0,3.

Mangansulfid ist kantig ausgebildet, hat taubengraues Aussehen, ist regelmäßig verteilt und gilt allgemein als unschädlich. Zu beachten ist jedoch, dass es nichtmetallische Einschlüsse darstellt, die sich infolge ihrer geringen Dichte bei großen Gussstücken, die in der Form lange flüssig bleiben, in den oberen Gussstückpartien anreichern.

Mangansulfideinschluss im Graugussgefüge bei hohem Schwefelgehalt (0,2 % S), aufgenommen mit dem Rasterelektronenmikroskop (V = 3000 : 1)© GIESSEREI LEXIKON

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