3D Spark gewinnt Gründungspreis

Auswirkungen verschiedener Produktionsalternativen identifizieren

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Das Hamburger Softwareunternehmen 3D Spark hat dem Bahntechnikunternehmen Alstom Kosteneinsparungen in Höhe von1,8 Millionen Euro und Lieferzeiteinsparungen in Höhe von 20.000 Tagen beschert. Dafür wurde es beim Gründerwettbewerb Digitale Innovationen von der Jury des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit dem Gründungspreis ausgezeichnet.

Schlüssel zum Erfolg ist die 3D-Spark-Software, die Auswirkungen verschiedener Produktionsalternativen transparent aufbereitet und es Unternehmen dadurch ermöglicht, Einsparungen mit 3D-gedruckten Vorrichtungen, Ersatzteilen und Serienanwendungen zu identifizieren und umzusetzen. Dadurch können Lieferengpässe für Bauteile vermieden werden. 

3D Spark plant, seinen Service weltweit zu expandieren. Das Unternehmen berichtet von weiteren Erfolgen mit produzierenden OEMs und Fertigungsdienstleistern. Beispielsweise konnte Fertigungsdienstleister MetShape, Spezialist für sinterbasierte additive Fertigung von Klein- und Mikroteilen aus Metall, repetitive Tätigkeiten im Vertrieb einsparen.

„Um ein Angebot zu erstellen, musste früher ein technischer Experte die Druckbarkeit manuell prüfen, während ein Vertriebsmitarbeiter das Bauteil in eine CAD-Software laden, verschiedene Parameter auslesen und diese in unser eigenes Excel-Kostentool übertragen musste. 3D Spark erledigt all dies in einem einzigen schnellen und einfachen Arbeitsschritt,“ so Dr. Andreas Baum, CEO von MetShape. „Die 3D-Spark-Plattform reduziert den Zeit- und Arbeitsaufwand meines Teams für die Analyse von 3D-CADs und 2D-Zeichnungen aus Angebotsanfragen hinsichtlich technischer Machbarkeit und präziser Kostenkalkulation drastisch.“

Die 3D-Spark-Plattform geht auf die gemeinsame Arbeit am Fraunhofer Institut für Additive Produktionstechnologien IAPT zurück: „Der Türöffner für die erfolgreiche Einführung von 3D-Druck und damit einer effizienteren und nachhaltigeren Produktion ist die Identifikation von profitablen Anwendungen“, erläutert Olaf Steinmeier vom Fraunhofer IAPT. 

Dr.-Ing. Arnd Struve, Co-Founder & CTO von 3D Spark, ergänzt: „Wir wurden immer mit den gleichen Fragen konfrontiert: Kann man dieses Teil drucken? Mit welchen Materialien? Was kostet es? Welche Auswirkungen hat der Technologiewechsel auf die Qualität, Lieferzeit und Nachhaltigkeit? Fragen die selbst Experten häufig nicht aus dem Stegreif beantworten können. Wir waren davon überzeugt, dass wir solche aufwendigen und teuren Machbarkeitsstudien automatisieren können.“

Ziel von 3D Spark ist es, Verschwendung in der Produktion vollständig zu vermeiden. Bauteile sollen nicht länger mit höheren Kosten, Lieferzeiten, Materialverbrauch und CO2-Emissionen als nötig produziert werden. Gelingen soll dies, indem Unternehmen die notwendigen Transparenz erhalten, um je Bauteil das günstigste und schnellste Fertigungsverfahren auszuwählen.

Die 3D-Spark-Plattform ist ab sofort für produzierende OEMs und Fertigungsdienstleister erhältlich.

https://3dspark.de