Berufsnetzwerk für Ausbildung

Start-up "Findme" wird gegen den Fachkräftemangel aktiv

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Das Start-up "Findme" entwickelt ein neues soziales Netzwerk für Ausbildung, Praktikum und duales Studium als Bindeglied zwischen Schulen und Unternehmen.

Der Fachkräftemangel in Deutschland spitzt sich weiter zu. Ein Koblenzer Start-up hat deshalb eine Lösung in Form eines Ausbildungsnetzwerks entwickelt, das Schüler, Betriebe, Lehrkräfte und Eltern auf einer Plattform zusammenbringen soll.

Laut Erhebungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) sind schon heute zwei von drei Arbeitsplätzen, die eine entsprechende Berufsausbildung oder ein Studium voraussetzen, schwer oder gar nicht zu besetzen. Tendenz weiter steigend. Gründe sind in erster Linie der demographische Wandel. Die Folge sind Personallücken in Handwerk, Industrie und IT.

Da sich das Verhältnis zwischen Studenten und Azubis seit Anfang der 1990er-Jahre enorm verändert hat, trifft der Fachkräftemangel vor allem die Ausbildungsberufe. Traten 1992 noch etwa doppelt so viele Menschen eine Ausbildung wie ein Studium an, waren es 2020 bereits mehr Studenten als Azubis. Jedoch finden Schulen und Unternehmen traditionell nur schwer zueinander. Dabei sind die letzten Jahren vor dem Schulabschluss entscheidend, denn in den Praktika und Ferienjobs werden die Weichen für Wahl des Ausbildungsberufes gestellt.

Das Koblenzer Start-up Findme möchte dazu beitragen, dass Bildung und Ausbildung fließend ineinander übergehen und schon vor dem Abschlusszeugnis klar wird, wo die eigenen Stärken und Interessen liegen. Als soziales Ausbildungsnetzwerk bringt es Schüler, Betriebe, Lehrkräfte und Eltern auf einer digitalen Plattform zusammen. Dabei nutzt es Social-Media-Standards, um junge Menschen einfach und intuitiv im gewohnten Umfeld für Ausbildungsberufe zu begeistern. Zusätzlich bekommen Eltern über eine "Buddy-Funktion" die Möglichkeit, ihre Kinder auf spannende Inhalte hinzuweisen und aktiv bei der Suche zu unterstützen.

In der App können zudem digitale Events als Videokonferenz veranstaltet werden, es lassen sich aber auch physische oder hybride Lösungen planen und organisieren. Somit hat das Start-up einen neuen Zugang zu Ausbildungsberufen entwickelt, der Suchende und Gesuchte verbindet und konkrete Hilfestellung liefert. 

Das Start-up brachte am 6. Juli dieses Jahres eine eigens entwickelte App für iOS und Android heraus. In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Berlin bestehen bereits Kooperationen mit IHK und Schulbehörden.

Weitere Informationen:

www.findme.eu