Deutsche Betriebe helfen Menschen aus der Ukraine

Ukrainekrise
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DIHK-Präsident Peter Adrian: „Für die deutsche Wirtschaft gilt: Erst kommt das Menschliche, dann kommt das Wirtschaftliche.“ Viele Unternehmen helfen bereits bei der Versorgung mit Hilfsgütern und der Aufnahme von Geflüchteten. In vorderster Reihe stehen Unternehmen, die ukrainische Mitarbeiter in ihren Belegschaften haben oder Handelsbeziehungen mit ukrainischen Unternehmen pflegen. 

Peter Adrian, Präsident des DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag) berichtet: „Allein heute habe ich von einem Dutzend konkreter Beispiele gehört. Da sind deutsche Unternehmen in der Ukraine, die aus Sicherheitsgründen geschlossen haben und die Löhne weiterzahlen. Firmenchefs geben Mitarbeitern Sonderurlaub, damit sie Verwandte an der Grenze abholen können. Und von Firmen bereit gestellte Busse transportieren Versorgungsgüter an die polnisch-ukrainische Grenze und bringen auf dem Rückweg Geflüchtete mit.“

Auf der Webseite des DIHK gibt es eine aktuelle Übersicht mit den am dringendsten benötigen Hilfsgütern. „Über unser AHK-Netzwerk gerade aus den direkten Nachbarländern der Ukraine wie Polen, Tschechien und Slowakei erfahren wir schnell, was am dringendsten gebraucht wird“, so Adrian. Zahlreiche weitere Unternehmen, die sich nicht mit konkreten Aktivitäten einbringen können, wollen für die Menschen in der Ukraine Geld spenden. Der DIHK verweist hierbei auf Hilfsorganisationen und Spendenaktionen, die das Spendensiegel des DZI aufweisen.

Laut Chris Melzer vom UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) ist es die stärkste Fluchtbewegung seit 1945. „Nach einer Woche des Krieges gibt es eine Millionen Flüchtlinge.“ 

Zunächst geht es um Aufnahme und Unterbringung der geflüchteten Menschen, dann werden Fragen der Ausbildung und Beschäftigung relevant werden. Hierbei stehen die Industrie- und Handelskammern den Unternehmen als Ansprechpartner zur Verfügung, um über das Bildungssystem und die Qualifikationen in der Ukraine zu informieren. Die Erfahrungen der IHK FOSA zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen belegen eine hohe Qualität des Bildungssystems in der Ukraine. Für den Erstkontakt stehen IHK-Flüchtlingskoordinatoren bereit, die schon in den vergangenen Jahren bei der Aufnahme von Geflüchteten viele Erfahrungen sammelten.

Peter Adrian: "Krieg bedroht alles, wofür wir leben und wirtschaften. Gewalt, Zerstörung und Unterdrückung sind keine Basis für Geschäfte deutscher Unternehmerinnen und Unternehmer. Uns eint die tiefe Sorge um die Bevölkerung der Ukraine, um die 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der rund 2.000 in der Ukraine aktiven deutschen Unternehmen, und um die vielen Menschen, die sich im Moment auf der Flucht befinden."

 

Der DIHK bündelt das enorme Engagement deutscher Betriebe bei der Hilfe für die Ukraine unter dem Hashtag #WirtschaftHilft


Den Kontakt zu den IHK-Flüchtlingskoordinatoren sowie weitere Ansprechpartner zum Thema vermittelt der DIHK unter der E-Mail-Adresse flucht@dihk.de


Für unternehmerische Fragen zu Geschäftsbeziehungen mit der Ukraine wurde das Postfach krise@dihk.de eingerichtet.

 

Weitere Informationen: 

www.dihk.de