Editorial

GP 05/2018
Liebe Leserinnen und Leser! Deutschland gilt allgemein als rohsto­ffarmes Land. Angesichts zu geringer eigener Vorkommen müssen Energieträger wie Steinkohle, Erdöl und Gas eingeführt werden, um den hohen Bedarf zu decken. Auch die für die Industrie notwendigen Rohstoff­e wie Eisenerz und wertvolle Metalle kommen zum großen Teil aus dem Ausland, da solche Rohstoff­e im heimischen Boden entweder unzureichend vorhanden oder die eigene Förderung zu teuer ist. Erfreulich ist es darum, dass es in Deutschland doch noch Rohsto­ffe gibt, die den Bedarf der hiesigen Industrie völlig decken. Dazu zählt Quarzsand, der in vierzehn Lagerstätten gefördert wird und die deutsche Gießerei-Industrie unabhängig von Importen macht. Unser Autor Ulrich Recknagel hat in seinem Beitrag „Quarzsand: Formgrundstoff­ für die Form- und Kernherstellung“ die Geologie, Mineralogie und die Verwendung von Quarzsand herausgearbeitet und dabei interessante Aspekte zu Tage gefördert. Die Betreiber der Quarzsandlagerstätten beschränken sich jedoch nicht nur auf den Abbau des Quarzsandes, sondern sie veredeln ihn zu einem wertvollen Industrieprodukt als Formgrundstoff­ für viele verschiedene Gießereianwendungen – eine gelungene Symbiose zwischen Quarzsand-Anbietern und Gießereien. In dieser Ausgabe setzen wir auch unsere Dokumentation über das Formsto­ff-Forum in Aachen fort, dieses Mal mit den Schwerpunkten „Qualitätskontrolle und Simulation“, „Innovative Technologien“ und „Formsto­ffadditive“ - viele Themen für Ihren Gießerei-Alltag. Ihr Gerd Theißen Chefredakteur GIESSEREI-PRAXIS

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