Ein Haus aus dem 3D-Drucker

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Der 3D-Druck ist aus der Architektur nicht mehr wegzudenken. Zuerst waren es Präsentationsmodelle, danach Lebensräume und zuletzt lautete die Frage: Wer baut wann das erstes Haus im 3D-Druck? Nun ist das weltweite Rätselraten beendet: Das Haus ist gedruckt und steht im Dienstleistungszentrum bei voxeljet in Friedberg nahe Augsburg.Friedberg, Deutschland, 15. Mai  2014  Warum gerade voxeljet das Rennen für sich entscheiden konnte, fragt man sich, wo doch die ganze Welt an der Umsetzung dieser Vision arbeitet. „Wir haben das Haus „nur“ gedruckt“, gibt sich Dr. Ingo Ederer bescheiden, „ die Idee und der Entwurf stammen von österreichischen Architekt, Visionär und Cosmopolit Peter Ebner.“ Und natürlich steckt jede Menge Kreativität in dem Entwurf, den der in München tätige und in USA und England lehrende Architekt gemeinsam mit seinen begabten Studenten vom 3M futureLAB by UCLA + HUD, der University of California,  Los Angeles sowie der Huddersfield University geschaffen hat. Das Haus ist eine komplett druckfähige Einheit samt Toilettenraum, samt Küchenzeile, samt Mobiliar – alles aus dem 3D-Drucker. Und obgleich man kein Haus in gewohnten Dimensionen erwarten darf, sondern eher einen auf das Nötigste reduzierten Wohnraum mit wenigen Quadratmeter Fläche und einer Höhe von rund drei Metern, stellt sich doch die Frage: Was sind das für 3D-Drucker, die Sandformen in solchen Dimensionen generieren können. Der Begriff 3D-Drucker ist im Zusammenhang mit den voxeljet Großformatmaschinen nicht ganz treffend. „Die VX4000, auf der wir die beiden Sandformen für das Haus in jeweils einem Stück im Schichtbauverfahren generierten, gehört mit einem Platzbedarf von 25 x 12 Metern bei einer Höhe von 4,5 Metern zu den weltweit größten Industrieanlage dieser Art. Der „Drucker“ ist eigentlich  eine selbständige kleine Fabrik, die vollautomatisch Teile in einer Dimension von bis zu acht Kubikmetern produziert“, so Dr. Ederer. „Ohne derartige Drucksysteme wären Architekturprojekte wie dieses Haus im 3D-Druck niemals zu realisieren.“ Insgesamt 60 Stunden benötigte die VX4000 für den Ausdruck der beiden Haushälften. Alles inklusive liegen die Druckkosten für das aufsehenerregende Projekt bei etwa 60.000 Euro. Das Gewicht des kleinen Hauses beläuft sich auf rund zwei Tonnen. Und: Es wird den Ansprüchen des Architekten voll und ganz gerecht. Univ. Prof. Peter Ebner ist von der technischen Ausführung und der Stabilität des Drucks begeistert. Unternehmensprofil voxeljet:
voxeljet ein führender Hersteller von großformatigen und schnellen 3D-Drucksysteme und betreiben Dienstleistungszentrum für die „On-Demand-Fertigung“ von Formen und Modellen für Kunden aus Industrie und Wirtschaft.  Unsere 3D-Drucker produzieren mittels einer additiven Fertigungstechnologie Formen und Modelle aus verschiedenen Mischungen von Partikelmaterialien und proprietären chemischen Bindemitteln.  Wir stellen unsere 3D-Drucker und On-Demand-Spezialteileservices für industrielle und gewerbliche Kunden bereit, zum Kundenkreis zählen die Automobil-, Luft- und Raumfahrt-, Film- und Unterhaltungs-, Kunst- und Architektur- sowie Maschinenbau- und Konsumgüterbranche.

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