Frage der Hauptgeschäftsführung des BDI geklärt

Tanja Gönner soll Nachfolgerin von Joachim Lang werden

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Die Berufung auf Vorschlag von BDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Siegfried Russwurm soll in der Sitzung von Präsidium und Vorstand des BDI am 20. Juni 2022 erfolgen. Gönners Amtsantritt ist für das zweite Halbjahr 2022 vorgesehen.

BDI-Präsident Siegfried Russwurm: „Ich freue mich außerordentlich, dass der BDI Tanja Gönner als künftige Hauptgeschäftsführerin gewonnen hat. Sie bringt als frühere Ministerin in der Landesregierung von Baden-Württemberg und aus ihrer langjährigen Führung der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) umfassende Kompetenzen und ein breites Erfahrungsprofil ein. Damit verfügt sie über hervorragende Voraussetzungen, in ihrer künftigen Funktion die deutsche Industrie national und international zu vertreten, ihren Kurs in der Klimapolitik und der Stärkung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit mitzuprägen und den gesellschaftlichen Dialog aktiv zu führen.“

Tanja Gönner (52) ist seit Juli 2012 Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Die GIZ ist mit rund 25.000 Mitarbeitern eines der größten Bundesunternehmen und in 120 Ländern vertreten. Tätigkeitsschwerpunkt der Gesellschaft sind internationale Kooperation für nachhaltige Entwicklung und internationale Bildungsarbeit. 

Der vorherige Hauptgeschäftsführer, Dr. Joachim Lang, hatte seine Funktion zum 31. Mai 2022 niedergelegt, um sich neuen Aufgaben außerhalb des Verbandes zu widmen. Lang erklärte, er habe sein Amt sehr gerne ausgeübt und die Zusammenarbeit mit anderen Führungspersonen des BDI sehr geschätzt: «Nach fünf intensiven und erfüllten Jahren im Amt habe ich beschlossen, neue inhaltliche und berufliche Zielen zu verfolgen.» Russwurm teilte mit, man bedauere und respektiere den Wunsch Langs. Bis zur Bestellung der Nachfolge führen die weiteren Mitglieder der Hauptgeschäftsführung – Holger Lösch, Wolfgang Niedermark und Iris Plöger – den BDI. 

Tanja Gönner: „Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe als Hauptgeschäftsführerin des BDI. Die Transformation zu Klimaneutralität, die Herausforderungen im internationalen Kontext und die Akzeptanz in der Gesellschaft sind große Aufgaben, denen ich mich mit Respekt und mit großer Vorfreude stelle.“

Die studierte Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Insolvenzrecht gehörte von 2000 bis 2012 dem Bundesvorstand der CDU an. Von 2002 bis 2004 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages und übte anschließend Funktionen als Sozial-, Umwelt- und Verkehrsministerin des Landes Baden-Württemberg aus. Sie engagiert sich ehrenamtlich unter anderem in der Nationalen Plattform „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, im Rat der Agora Verkehrswende, im Aufsichtsrat der Stiftung Liebenau und als Vorstandsmitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung.


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