Klimaschutzziele in der Gießereiindustrie erreichen

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CO2-Emissionen
Energie, Umwelt, Betriebssicherheit
Der neue Leitfaden der Deutschen Energie-Agentur dena erläutert detailliert, bei welchen Gießereiprozessen Einsparpotenzial besteht und wie dieses genutzt werden kann.

Welche konkreten Maßnahmen stehen Gießereibetrieben zur Verfügung, um energieeffizienter zu wirtschaften? Welche Investitionen lohnen sich und können staatlich gefördert werden? Dies sind die zentralen Aspekte im Leitfaden „Systematisch Energieeffizienz steigern und CO2-Emissionen senken in der Gießerei-Industrie“. Herausgegeben wurde der Leitfaden von der Deutschen Energie-Agentur dena in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG). 

Im Leitfaden wird zunächst auf systematische Ansätze wie die Einführung eines betrieblichen Energiemanagementsystems eingegangen, anschließend werden konkrete Einsparpotenziale bei den einzelnen Produktionsprozessen und Querschnittstechnologien aufgezeigt. 

Ein ganzes Kapitel des Leitfadens ist dem Thema Abwärme gewidmet. Neben der Abwärmevermeidung steht vor allem die prozessinterne, betriebsinterne und außerbetriebliche Abwärmenutzung im Vordergrund. Die Experten weisen zunächst auf die Bedeutung der Prozesswärme bei Schmelzbetrieb, Wärmebehandlung und Pfannenwirtschaft hin, da auf diese ein Anteil von etwa 70 Prozent der Gesamtenergiekosten entfällt. Großes Potenzial für Energieeinsparungen bieten vor allem Wärmerückgewinnungsmaßnahmen für die betriebsinterne Abwärmerückführung. 

Neben der eingehenden Diskussion der technologischen Möglichkeiten für Energieeinsparungen machen die Experten darauf aufmerksam, dass sich Einsparmöglichkeiten nicht zuletzt in der nachhaltigen Produktentwicklung und Produktnutzung bis hin zum Recycling finden. Gießereien können einen aktiven Beitrag leisten, indem sie ihre Kunden bei der Produktentwicklung beraten und ihnen Leichtbaupotenziale aufzeigen. 

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