KUKA vermeldet starke Quartalszahlen

Zweistellige Zuwächse im Auftragseingang und Umsatz

Unternehmen
Automatisierung
Betriebswirtschaft und Management
Die große Nachfrage nach Automatisierung beschert dem Augsburger Konzern KUKA in diesem Jahr ein Auftragsplus von 36,7 % und einem Umsatzwachstum von 17,4 %. Darin enthalten sind auch Währungseffekte, die sich positiv auf die Entwicklung auswirkten. 

Für das dritte Quartal vermeldet das Unternehmen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 80,9 Mio. €. Der Wert liegt damit weit über dem vom Vorjahr (45,5 Mio. € in 2021) und entspricht einem Anstieg um rund 78 %. Die EBIT-Marge stieg auf 2,9 % (9M/21: 1,9 %).

Gleichzeitig betont das Unternehmen die Belastungen durch globale Lieferengpässe, Preissteigerungen und andere Unwägbarkeiten, die zu einem schwierigen Geschäftsumfeld führen.

Aufgrund der zweistelligen Zuwächse im Auftragseingang und Umsatz, die sich über alle Divisionen erstrecken, passt die KUKA Aktiengesellschaft ihre aktuelle Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2022 an: Auftragseingang größer EUR 3.900 Mio. (mehr als 10% über dem Vorjahreswert) und Umsatzerlöse größer EUR 3.600 Mio. (mehr als 10% über dem Vorjahreswert). Die Prognose betreffend die EBIT Marge und das Ergebnis nach Steuern wird bestätigt. 

Im Bereich Free Cashflow wird ein negativer Betrag im niedrigen zweistelligen Millionenbereich erwartet, der damit unterhalb der ursprünglichen Prognose liegt. Dieses Ergebnis ist hauptsächlich auf die Beeinträchtigungen der Lieferketten zurückzuführen, die eine Erhöhung des Vorratsvermögens erforderten. 

Peter Mohnen, CEO KUKA Group, kommentiert: "Das gesamte KUKA Team weltweit hat in den vergangenen Monaten Großartiges geleistet, das zeigen auch die Zahlen von Januar bis September. Mit unseren Produkten und Lösungen unterstützen wir unsere Kunden dabei, ihre Produktion effizienter und resilienter zu machen. Mit Digitalisierung und roboterbasierter Automatisierung investieren die Kunden in die eigene Zukunftsfähigkeit, gerade bei schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen."

Das Unternehmen führt die Zahlen auf eine hohe Nachfrage in den Bereichen E-Mobilität, Consumer Goods und Retail zurück, besonders in Asien und Nordamerika. Allein in China verdoppelte sich der KUKA Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu. Laut aktuellen Zahlen des internationalen Robotikverbands IFR wurden 2021 weltweit mehr als 517.000 neue Industrieroboter in Fabriken installiert, 31 % mehr als im Vorjahr. Vor allem China verzeichnet hohe Wachstumsraten, hier stieg die Zahl der ausgelieferten Roboter um 51 %. 
 
Zu den Kunden von KUKA gehören Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen. Der Automatisierungsspezialist entwickelt roboterbasierte Logistiklösungen sowie moderne Produktionssysteme. Doch aufgrund der globalen Unsicherheiten rechnet KUKA damit, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwieriger werden. Steigende Kosten und Lieferengpässe sowie indirekte Auswirkungen des Angriffskriegs auf die Ukraine auf die Weltmärkte machten sich in einigen Divisionen im EBIT bemerkbar, welches sonst noch höher ausgefallen wäre.

„Diese Herausforderungen werden uns noch länger begleiten“, so Peter Mohnen. „Doch trotz dieser Schwierigkeiten zeigt sich: KUKA bietet die richtigen Lösungen für große Entwicklungen wie Reshoring der Produktion, also der Rückverlagerung in die Heimatregion, Fachkräftemangel oder den globalen Wunsch der Kunden, die eigenen Prozesse flexibler und widerstandsfähiger zu machen."

Der vollständige Bericht zu den Quartalszahlen kann hier eingesehen werden:
www.kuka.com/de-de/unternehmen/investor-relations/berichte-und-präsentationen