Markt für industriellen 3D-Druck expandiert

Es werden Zuwächse von 19,3 % jährlich erwartet.

Studie
Publikationen und Studien
Additive Manufacturing
Fortschritt und Investitionen fördern die Nutzung der additiven Fertigung. Es werden für den industriellen 3D-Druck Marktzuwächse von 19,3 % pro Jahr erwartet.

In ihrem Report „Industrial 3D Printing Market – Forecasts from 2022 to 2027“ sagen Marktforscher ein starkes Wachstum für den Markt des industriellen 3D-Drucks voraus. Sie führen diesen Trend auf den technologischen Fortschritt zurück, allen voran künstliche Intelligenz (KI), das Internet der Dinge (IoT) und maschinelles Lernen (ML). Dank dieser Technologien sei es möglich, die additive Fertigung zu automatisieren und die Effizienz der Produktion zu erhöhen.

Ein weiterer Faktor sind sinkende Preise für 3D-Druckmaschinen wie auch das zunehmende Fachwissen. In der Forschung wurden in den letzten Jahren deutliche Fortschritte bei der Entwicklung von Materialien und neuen Fused-Deposition-Modeling-Methoden gemacht. In Summe hat das das Bewusstsein für die Technologie und ihre Einführung in verschiedene Branchen gefördert.

Die Marktforscher belegen ihre Prognose mit Entwicklungen führender Unternehmen. So habe das britische Unternehmen Additive Manufacturing Technologies ein firmeneigenes digitales Fertigungssystem auf den Markt gebracht und bietet nun eine digitale und automatisierte Lösung für den Fertigungsablauf. Das Unternehmen ExOne, das derzeit über das weltweit breiteste Portfolio an 3D-gedruckten Werkzeugen verfügt, kündigte die Einführung einer Produktreihe von 3D-gedruckten Werkzeugen in Industriequalität an.

Ein weiterer Treiber für das Marktwachstum sind die zahlreichen Fusionen, Übernahmen und Partnerschaften. ExOne wird beispielsweise mit Maxxwell Motors an 3D-gedruckte Kupferwicklungen arbeiten. SLM Solutions ist eine Partnerschaft mit Solukon für die Entwicklung von Entpuderungssysteme eingegangen. Auch von Regierungsseite wird die Entwicklung des 3D-Druck unterstützt, beispielsweise von der niederländischen Regierung, die rund 150 Millionen US-Dollar in die Forschung und Innovation im Bereich 3D-Druck investiert.

Während der COVID-19-Pandemie erlitt der Markt für den industriellen 3D-Druck – ebenso wie die anderen Zweige des verarbeitenden Gewerbes – hingegen starke Beeinträchtigungen. Lockdowns verursachten enorme Betriebszeitverluste und Störungen in den Lieferketten. Der Nachfragerückgang und der Stillstand bei den betrieblichen Aufgaben führten zu einer geringen Investitionsrendite. Darüber hinaus wurde das Potenzial der Branche durch den Mangel an kompetenten Arbeitskräften sowie durch langfristige Betriebsstilllegungen beeinträchtigt. 

Die Studie „Industrial 3D Printing Market – Forecasts from 2022 to 2027“ wurde auf der Website "Research and Markets" veröffentlicht, wobei die Autoren der Studie jedoch nicht genannt sind. Mit Kunden in über 170 Ländern gehört Research and Markets, das seinen Sitz in Dublin, Irland hat, zu den führenden Plattformen für internationale Marktforschung und Marktdaten.

Auf der Website des Marktforschungsunternehmens IMARC kann die Studie "3D Printing Market: Global Industry Trends, Share, Size, Growth, Opportunity and Forecast 2022-2027" erworben werden. Die Zusammenfassung der Studie gibt eine ähnlich positive Prognose für den 3D-Druck-Markt ab.

www.researchandmarkets.com
www.imarcgroup.com/3d-printing-market