Metso Outotec unterstützt Rio Tinto 

Technologie für kohlenstoffarme Eisenerzeugung

Dekarbonisierung
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CO2-Emissionen
Metallurgie
Der finnische Technologiekonzern Metso Outotec und das Bergbauunternehmen Rio Tinto kooperieren bei der Entwicklung des BioIronTM-Projekts zur kohlenstoffarmen Eisenerzeugung. Wie Rio Tinto kürzlich bekannt gab, wurde die Effektivität des Verfahrens zur kohlenstoffarmen Eisenerzeugung in einer kleinen Pilotanlage im Forschungszentrum von Metso Outotec in Frankfurt am Main erfolgreich nachgewiesen.

Ein Projektteam von Rio Tinto, Metso Outotec und der Universität Nottingham führte umfassende Prozesstests durch. Die Entwicklungsarbeiten wurden mit Chargen von 1.000 Eisenerz- und Biomassebriketts in Golfkugelgröße durchgeführt. Als nächster Schritt sollen Prozessversuche in einer Pilotanlage mit einer Kapazität von einer Tonne pro Stunde erfolgen. Metso Outotec ist an der Planung der Pilotanlage beteiligt.

Das Verfahren, bekannt als BioIronTM, verwendet lignozellulosehaltige Biomasse einschließlich landwirtschaftlicher Nebenprodukte (z. B. Weizenstroh, Rapsstängel, Gerstenstroh) oder speziell angebaute Kulturen anstelle von metallurgischer Kohle als Reduktionsmittel sowie Mikrowellen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden können. Die Biomasse wird mit Eisenerz vermischt und durch eine Kombination aus Verbrennungsgasen erhitzt, die von der Biomasse freigesetzt werden. 

BioIronTM hat das Potenzial, die Herstellung von nahezu null CO2-Stahl zu unterstützen, und kann in Kombination mit Kohlenstoffabscheidung und Kohlenstoffspeicherung zu negativen Nettoemissionen führen.

"Das BioIronTM-Verfahren ist ein Durchbruch bei den Direktreduktionstechnologien für Eisenerz-Feingut. Anstelle von Hüttenkohle wird in dem Verfahren Biomasse als Reduktionsmittel genutzt, wie z. B. landwirtschaftliche Nebenprodukte, und Mikrowellenenergie, um Rio Tinto's Pilbara-Eisenerz in metallisches Eisen umzuwandeln. Aus Sicht der Entwicklung war es auch für Metso Outotec eine aufregende Reise – angefangen vom Aufbau der Versuchsstrecke in unseren Forschungseinrichtungen bis hin zur Adaption der Erkenntnisse in einem Anlagenkonzept, wobei wir Hand in Hand mit Rio Tinto und Mikrowellenspezialisten der Universität Nottingham zusammenarbeiten. Das Projekt passt gut zu unserer Verpflichtung, Technologien für die Dekarbonisierung der Eisen- und Stahlindustrie zu entwickeln", sagt Matthias Gabriel, Director, Ferrous bei Metso Outotec.

Er fügt hinzu: "Für Metso Outotec ist die Nutzung von Biomasse und Mikrowellenenergie ein interessanter Weg zur Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette in der Eisenerzeugung. Eine weitere vielversprechende Lösung ist das Circored™-Verfahren von Metso Outotec, ein zu 100 % wasserstoffbasiertes Verfahren für die Direktreduktion von Eisenerz-Feingut." Dieser Reduktionsprozess hat in Verbindung mit der DRI-Schmelztechnologie ein hohes Potenzial, den Kohlenstoff-Fußabdruck der traditionellen Hochofen-Stahlerzeugung zu reduzieren. 

Metso Outotec ist ein finnischer Maschinenbaukonzern für die Bereiche Zuschlagstoffe, Mineralverarbeitung, Metallveredelung und Recyclingindustrie. Das Unternehmen engagiert sich für nachhaltige Technologien, Komplettlösungen und Dienstleistungen und setzt sich dafür ein, die globale Erwärmung mithilfe Science Based Targets auf 1,5°C zu begrenzen. Das Planet-Positive-Angebot des Unternehmens konzentriert sich auf ökologisch effiziente Technologien. Metso Outotec beschäftigt über 15.000 Mitarbeiter in mehr als 50 Ländern und erzielte 2021 einen Umsatz von rund 4,2 Milliarden Euro. Hauptsitz des Unternehmens ist Helsinki. 

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