Ökobilanz der additiven Fertigung

Fraunhofer ILT und 6K Additive kündigen Partnerschaft an

Studie
Nachhaltigkeit
Forschung
Additive Manufacturing
In den Laboren des Fraunhofer ILT wird ein additiv gefertigtes industrielles Bauteil in Bezug auf die Umweltauswirkungen von Pulver, Druck und Nachbearbeitung analysiert.

Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT, ein führendes Forschungszentrum für Laserentwicklung und Laseranwendung, und 6K Additive, Spezialist für die nachhaltige Produktion von Werkstoffen für die additive Fertigung, gaben heute eine Zusammenarbeit zur Erstellung einer vollständigen Ökobilanz für die additive Fertigung bekannt. 

In der Studie wird nachhaltig hergestelltes Ni718-Pulver verwendet, um ein industrielles Bauteil auf einer Laser-Pulverbett-Schmelzanlage additiv zu fertigen. Ziel ist es, Erkenntnisse über den Kohlenstoff-Fußabdruck von Material, additivem Herstellungsprozess und Nachbearbeitung zu gewinnen.

"Es gibt gegensätzliche Ansichten über die Umweltauswirkungen der additiven Fertigung im Vergleich zur traditionellen Fertigung. Ziel dieser Studie ist es, anhand von Datenanalysen die tatsächlichen Umweltauswirkungen zu untersuchen, die bei der Herstellung eines Metallbauteils mit LPBF entstehen", sagt Dr. Jasmin Saewe, Abteilungsleiterin Laser Powder Bed Fusion am Fraunhofer ILT. " Wir hielten es für äußerst wichtig, den gesamten Prozess, einschließlich der Pulverherstellung, zu bewerten. Deshalb haben wir uns mit 6K Additive zusammengetan, die über eine bewährte Methode zur nachhaltigen Pulverherstellung verfügen."

Frank Roberts, Präsident von 6K Additive, fügte hinzu: "Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Jasmin und ihrem Team am Fraunhofer ILT bei dieser Studie. Unsere frühere Studie hat die Umweltvorteile unserer UniMelt®-Technologie gegenüber der Zerstäubung deutlich herausgestellt, aber diese Zusammenarbeit geht noch einen Schritt weiter und beleuchtet den gesamten AM-Prozess."

6K Additive stellt AM-Pulver aus nachhaltigen Quellen her, darunter Nickel, Titan, Kupfer und Refraktärmetalle wie Wolfram und Rhenium. Die UniMelt-Plattform von 6K ist eine Materialproduktionsplattform, die verschiedene Nachhaltigkeitsvorteile bietet. 6K Additive hat bereits zwei Ökobilanzprojekte für Titan- und Nickelpulver veröffentlicht. Mit dem UniMelt-Verfahren für Ni718-Pulver wurde eine Reduzierung des Energieverbrauchs um 91 % und der Kohlenstoffemissionen um 92 % erzielt.

"Der Markt hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben, und die Ergebnisse dieser Studie werden den Kunden die Mittel an die Hand geben, um echte Lösungen zu finden und Unternehmen auf dem Weg zur Kohlenstoffneutralität zu unterstützen." so Roberts weiter.