Österreichische Gießereitagung erfolgreich abgeschlossen

Persönliche Gespräche und Erfahrungsaustausch

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Auf der 64. österreichischen Gießereitagung vom 28.4 bis 29.4.2022 in Leoben, Österreich, wurden dieses Jahr rund 300 Teilnehmer aus Gießereien, der Zuliefer- und Gussanwenderindustrie sowie dem Wissenschafts- und Forschungsbereich begrüßt.

Während der gesamten Veranstaltung wurde der Nachholbedarf an Präsenzveranstaltungen im Fachbereich deutlich. Dementsprechend begrüßten es die knapp 300 Teilnehmer, nach den Einschränkungen der vergangenen beiden Jahre sich wieder persönlich treffen zu können, um fachliche Gespräche zu führen und neue Kontakte zu knüpfen. 

Wegen der wirtschaftlich angespannten Lage im Zuge der Coronapandemie und des russischen Überfalls auf die Ukraine sind persönliche Gespräche von großer Bedeutung. Sowohl Gießer als auch Gussanwender und Zulieferindustrie sind von explodierenden Energie- und Rohstoffkosten, stockenden Lieferketten aber auch den Herausforderungen der Energiewende für eine klimaneutrale Produktion betroffen. Dementsprechend prägten diese Themen die gesamte Tagung und wurden intensiv diskutiert.

Hervorgehoben wurde die Bedeutung des Gießens für nachhaltige und klimaneutrale Produkte und Prozesse. So ist die Herstellung von Gussteilen für ein vergleichbares Bauteil mit dem geringstmöglichen Energie- und Ressourceneinsatz verbunden, zudem sind die Werkstücke zu 100 % ohne Qualitätsverlust recycelbar und bietet den Vorteil der komplexen Gestaltgebung für Leichtbau und funktionsintegrative Teile. 

Die Veranstaltung wurde begleitet von einer große Anzahl an hochwertigen Vorträgen, unter anderem zu aktuellen Forschungsprojekten am ÖGI sowie dem Lehrstuhl für Gießereikunde an der Montanuniversität. Durch die Partnerschaft zwischen der Montanuniversität Leoben und dem ÖGI wird es möglich, die wissenschaftliche und anwendungsorientierte Forschung zu verknüpfen und damit die Industrie und Wirtschaft bei Innovationen und der Einführung neuer Technologien maßgeblich zu unterstützen. Dazu gehören beispielsweise gemeinsame Investitionen in Forschungseinrichtungen oder das Einbinden von Studenten mit wissenschaftlichen Arbeiten und Dissertationen in anwendungsorientierte Forschungsprojekte am ÖGI.  

Neben den Vorträgen fand eine Fachausstellung von 25 Firmen aus der Zulieferindustrie statt. Hier konnten sich die Teilnehmer über neue und interessante Entwicklungen informieren und intensiven Erfahrungsaustausch betreiben. Der Höhepunkt war, wie auch in der Vergangenheit, der Gießerabend, der im neuen Live Congress von Leoben stattfand.

Über das ÖGI
Das Österreichische Gießerei-Institut wird vom gemeinnützigen Verein für praktische Gießereiforschung betrieben. Das 1954 gegründete Institut zählt zu den führenden außeruniversitären Branchenforschungsinstituten im europäischen Raum. Seit mehr als 25 Jahren besteht eine enge Kooperation mit der Montanuniversität Leoben; zudem ist das ÖGI Mitglied im Forschungsnetzwerk ACR – Austrian Cooperative Research.
Mit einem nationalen und EU-weites Forschungsnetzwerk ist es zentrale Anlaufstelle für Gießereien, Gussanwender und metalltechnische Betriebe. Schwerpunkte sind metallische Werkstoffe und Gießprozesse, Simulation, akkreditierte Werkstoffprüfung und Materialcharakterisierung nach EN ISO/IEC 17025, Schadensfallanalysen, Röntgen- und computertomographische Untersuchungen sowie Oberflächentechnologie.

www.ogi.at