Prof. Dr. Georg Unland erhält Ehrensenatorwürde der TU Bergakademie Freiberg

Die Universität würdigt ihren ehemaligen Rektor

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„Prof. Dr. Georg Unland erreichte bedeutende Meilensteine für die Universität, aber auch für die Stadt Freiberg und die gesamte Region“, sagte der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow bei der Verleihung der Ehrensenatorwürde in Freiberg.

Georg Unland war seit 1993 Professor für Aufbereitungsmaschinen an der TU Bergakademie Freiberg. Als deren Rektor setzte er von 2000 bis 2008 wichtige Impulse für die langfristige strategische Weiterentwicklung der Universität. Nach seiner Berufung zum Finanzminister des Freistaats Sachsen, 2008 bis 2017, kehrte er Anfang 2018 als Professor an die TU Bergakademie Freiberg zurück und engagiert sich bis heute als Emeritus weiter für die Belange der Universität.

Er prägte die Universität, indem er erstmals die vier thematischen Profillinien Geo, Werkstoff/Material, Energie und Umwelt formulierte und die Ausstattung der Fakultäten mit Professuren modernisierte. Zu seinen herausragenden Verdiensten gehörte ebenso die Internationalisierung der Universität. Weiterhin ebnete er den Weg für mehrere interdisziplinäre Großforschungsprojekte.

Für die Universität wirkte er darüber hinaus als Initiator zahlreicher Stiftungen. Im Jahr 2002 konnte die Stiftung „Technische Universität Bergakademie Freiberg“ gegründet werden, im Jahr 2004 folgte die Pohl-Ströher-Mineralienstiftung. Hierbei wurde eine Mineraliensammlung an die TU Bergakademie Freiberg übergeben, die zur Sanierung des Schlosses Freudenstein und der Eröffnung der „terra mineralia“ führte. Im Jahr 2006 engagierte er sich bei der Gründung der Dr.-Erich-Krüger-Stiftung, aus der der Universität ein mehrere Millionen Euro umfassendes Immobilienvermögen zum Ausbau der Forschung zur Verfügung steht. Die Stifter-Familie Krüger ermöglichte ebenso die Sanierung des gotischen Amtshauses, das Krügerhaus, das heute die Mineralogische Sammlung Deutschland beherbergt.

Prof. Dr. Unland engagierte sich gleichermaßen für Stadt und Region. Um die Vision einer Campus-Universität mit einer hohen Aufenthaltsqualität umzusetzen, setzte er sich für ein neues Bau- und Verkehrskonzept im Umfeld der Universität ein. Hierbei soll der Nord-Campus der Universität mit dem Innenstadt-Campus durch einen "Wissenschaftskorridor" verbunden werden. Im Jahr 2020 wurde das erste Forschungsgebäude auf dem neuen Wissenschaftskorridor eröffnet, das Zentrum für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung; der zweite Neubau, die Universitätsbibliothek, steht aktuell kurz vor der Fertigstellung.

Mehr Informationen:

https://tu-freiberg.de

Beachten Sie auch:
Das Gießerei-Institut lädt Absolventen und interessierte Fachkollegen zum Erfahrungsaustausch zum 31. Ledebur-Kolloquium am 27./28. Oktober 2022 in Freiberg ein.
https://tu-freiberg.de/fakult5/gi/ledebur-kolloquium