Rheinmetall erhält Großaufträge für Brennstoffzellenkomponenten

Wasserstofftechnologie

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Über die Tochtergesellschaft Pierburg hat der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall Aufträge im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich zur Lieferung von Brennstoffzellenkomponenten erhalten. Namhafte Hersteller von Brennstoffzellen bestellten bei dem Unternehmen über 300.000 Kathodenventile.

Das Auftragspaket ist ein weiterer Erfolg im Rahmen der Wasserstoffstrategie des Konzerns, der seine Position im Bereich der alternativen Antriebe weiter ausbauen will. Für den Auftrag werden die Produktionslinien am Rheinmetall-Produktionsstandort in Berlin ab 2023 für höhere Serienvolumina angepasst.

Der Technologiekonzern Rheinmetall entwickelt bereits seit über zwanzig Jahren Produkte für Brennstoffzellensysteme. Zum Portfolio des Unternehmens gehören Komponenten für die Regelung der Wasserstoffzufuhr und verschiedene kathodenseitige Ventillösungen. Im Rahmen der nationalen deutschen Wasserstoffinitiative ist die Rheinmetall AG Industriepartner des neuen Innovations- und Technologiezentrums für Wasserstofftechnologie in Duisburg. Zu den von Rheinmetall entwickelten Innovationen im Geschäftsbereich Sensors and Actuators gehört ein Wasserstoff-Umwälzventilator, der einen kontrollierten Rückfluss von ungenutztem Wasserstoff zum Stack ermöglicht. Das führt zu einer Effizienzsteigerung und damit zu einer höheren Reichweite. Zudem sorgt das Gebläse durch eine homogene Verteilung des Wasserstoffs in der Zelle für eine lange Lebensdauer.

Die bei Rheinmetall bestellten Kathodenventile regulieren die Frisch- und Abluftmassenströme und isolieren kathodenseitig die Brennstoffzellenstacks an den Ein- und Austrittsstellen von der Umgebung. Die Klappensysteme können Betriebszeiten von bis zu 12.000 Stunden erreichen. Mit einer in Entwicklung befindlichen neuen Generation sollen Betriebszeiten von mindestens 30.000 Stunden für Nutzfahrzeuge, maritime und stationäre Anwendungen erreicht werden. Die verwendeten Materialien gewährleisten Beständigkeit gegen Wasserstoff sowie hochreines Wasser. Das Kathodenventil beinhaltet einen elektromotorischen Antrieb mit einer hohen Leistungsreserve. Dieser bietet die Sicherheit, dass das Ventil auch unter Frostbedingungen ohne Beeinträchtigungen funktioniert.

Um das Design in Bezug auf Einsatz, Bauraum und Schnittstellen flexibel anpassen zu können, basieren die Serienventile auf einem modularen Prinzip. Das Basismodell wird mit der gesamten Bandbreite der verfügbaren elektrischen Aktuatoren und Schnittstellen angeboten. Damit werden nahezu alle kundenseitigen Anforderungen erfüllt.

www.rheinmetall.com