Schweizer Gießereibranche blickt positiv in das Jahr 2022

Aus der Branche

Wie der Schweizer Gießerei-Verband (GVS) mitteilte, stiegen die Produktionen beim Leichtmetallguss um 15,5 Prozent, beim Eisenguss um 6,2 Prozent und bei den Kupferliegerungen um 11,1 Prozent. Lediglich der Bereich Großmotoren stagniert anhaltend.

Als zentrale Herausforderungen im Jahresverlauf wurden Fachkräftemangel sowie explodierende Rohstoff-, Transport- und Energiepreise benannt. Darüber hinaus belasteten sowohl der chinesische Magnesium-Produktionsstopp als auch stockenden Aufträge der Autohersteller infolge Chipmangels die Branche.

Für das laufende Jahr wird eine anhaltend gute Produktionsauslastung erwartet. Die Nachfrage nach Gussteilen sei gut bis sehr gut. Allerdings sehen sich Gießereibetriebe großen Unsicherheiten ausgesetzt. Die Rohstoff- und Energiepreise erreichen aktuell immer wieder neue Höchststände und lassen derzeit keine längerfristige Planung zu. Die daraus entstehenden signifikanten Mehrkosten müssen letztendlich an die Kunden weitergegeben werden.

Dennoch prognostiziert der Branchenverband ein positives Jahr 2022. Aufgrund anhaltend hoher Frachtpreise und starker Engpässe in den Lieferketten bestellen Kunden verstärkt bei einheimischen Betrieben statt in Fernost. Auf lange Sicht könne der Standort bestehende und neue Kunden vor allem mit seiner Innovationsstärke überzeugen. Hierzu zählen die Entwicklung komplexer Gussteile für Leichtbau-Anwendungen und Elektromobilität wie auch der Einsatz von Recycling-Metallen, wodurch wiederum zur Reduzierung von Energie- und CO2-Ausstoß beigetragen wird. 

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