Stahl- und Eisenguss mit dünnwandigen Partien und besserer Oberfläche

Optimiertes Kernblockformverfahren

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GP 05/2015
Optimiertes Kernblockformverfahren
Die verschiedenen Gießtechnologien haben jeweils spezifische Vor- und Nachteile. Je nach Anwendungsgebiet bzw. Gussteilkategorie kann sich daher mal das eine und mal das andere Verfahren als vorteilhafter erweisen. Der Stahl- und Eisengussspezialist Wolfensberger AG führt deshalb neben dem traditionellen Verfahren Sandgießen und dem Präzisionsgießverfahren Exacast eine weitere Technologie ein. Das Gießen in Kernblockformen ermöglicht bessere Oberflächen und geringere Wanddicken als das Sandgießen, während die Herstellkosten der Gussteile unter denjenigen des Präzisionsgießens liegen. „Bei bestimmten Gussteilen fordert der Markt heute eine Kombination von Genauigkeit und Oberflächenqualität, die mit dem klassischen Sandgießverfahren nicht so ohne weiteres dargestellt werden konnte“, sagt Marco Salvisberg, Produktmanager Sandguss und dünnwandiger Stahlguss der Wolfensberger AG in Bauma (Schweiz). Beispiel hierfür sind zwei Strömungsbauteile der VIAB (Verschleißfreies Integriertes Anfahr- und Bremssystem) von Voith, einer innovativen Entwicklung für schwere Nutzfahrzeuge wie die Modelle Actros SLT/Arocs SLT von Mercedes-Benz. Diese modernen Schwerlasttransporter mit vier Achsen sind wahre Kraftpakete, die Lasten bis 250 Tonnen bewältigen können. Um solche Massen sicher bewegen zu können, verfügen sie über einen Sechszylindermotor mit 625 PS und einem Drehmoment von 3.000 Nm. Bei solchen Drehmomenten und Bremslasten besteht die Herausforderung darin, mechanische Reibungsvorgänge beim Kuppeln und beim Bremsen zu begrenzen, weil hier Reibungswärme und Verschleißerscheinungen ein Ausmaß annehmen könnten, das mit herkömmlichen Konstruktionen nur schwer zu bewältigen wäre.
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