Veränderungen in der Stahl-Führungsspitze 

Stahlinstitut und Wirtschaftsvereinigung Stahl

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Vierzehn Jahre hat Hans Jürgen Kerkhoff die Geschicke der Branche in den Händen gehabt und die Transformation der Industrie begleitet. Nun geht er Ende des Jahres in den Ruhestand. Verbunden damit sind personelle Veränderungen bei VDEh und Wirtschaftsvereinigung Stahl.

Bernhard Osburg, Vorstandsvorsitzender der thyssenkrupp Steel Europe AG, wird der neue Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Er wird für die Jahre 2023 und 2024 ehrenamtlich tätig werden. Kerstin Maria Rippel (50) übernimmt in der ersten Jahreshälfte 2023 die Hauptgeschäftsführung der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Damit ist das Führungsteam gemeinsam mit Bernhard Osburg als Präsident und Dr. Martin Theuringer als Geschäftsführer für die Zukunft gut aufgestellt. Kerstin Maria Rippel bringt langjährige Erfahrung aus der Energiewirtschaft mit.

Bernhard Osburg kommentierte seine Wahl zum neuen Präsidenten der Wirtschaftsvereinigung Stahl: „Ich trete dieses Amt in bewegten Zeiten an. Mit der Energiepreiskrise und weiteren wirtschaftlichen Verwerfungen steht die Stahlindustrie in Deutschland derzeit vor existentiellen Herausforderungen. Gleichzeitig vollzieht unsere Branche entscheidende Schritte auf dem Weg in die klimaneutrale Wirtschaft der Zukunft. Am Ende dieser Transformation steht eine grüne Stahlindustrie als eine wesentliche Säule eines starken und zukunftsfähigen Industriestandortes. Hierfür braucht es ein entschiedenes politisches Handeln in Berlin und Brüssel, für das ich mich auch in dieser neuen Rolle stark machen werde." 

Osburg würdigte den Einsatz von Hans Jürgen Kerkhoff, der wesentlich dazu beigetragen hatte, dass die Positionen der Stahlindustrie ein Kernthema bei der Debatte um die Zukunft des Industriestandortes Deutschland geworden sind.

„Ich freue mich ganz besonders, das Präsidentenamt der Wirtschaftsvereinigung Stahl an Bernhard Osburg zu übergeben und wünsche ihm viel Erfolg und gutes Gelingen." erklärte Hans Jürgen Kerkhoff. Die Stahlindustrie in Deutschland stehe vor entscheidenden Weichenstellungen für ihre Zukunft. "Ich bin mir sicher, dass die Wirtschaftsvereinigung Stahl die weitere industrielle Transformation in einem herausfordernden Umfeld tatkräftig begleiten wird.“ so Kerkhoff.

Vorsitzender des Vorstands des Stahlinstituts VDEh wird Dr.-Ing. Henrik Adam (58), Vice President European Corporate Affairs von Tata Steel. Der VDEh-Vorstand, dem Adam seit 2019 angehört, hatte ihn mit Wirkung zum 1. Januar 2023 einstimmig gewählt. Mit der Wahl Adams und Osburgs und dem Wechsel trennt die Wirtschaftsvereinigung Stahl die Funktionen von Ehren- und Hauptamt.

„Ich freue mich darauf, die Zukunft des Stahlinstitut VDEh nach zuletzt schwierigen Jahren maßgeblich mit gestalten zu können. Ich bin überzeugt, dass die Stahlindustrie einen aktiven VDEh braucht“, so Adam.

Dr. Adam ist zugleich Mitglied des Executive Committees von Eurofer. Er arbeitet seit 2011 bei Tata Steel, in seiner letzten Position in Deutschland war er Chairman of the Executive Board bei thyssenkrupp Electrical Steel. Der promovierte Maschinenbauingenieur hat an der RWTH Aachen studiert.

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