Ziel: Klimafreundlicher Gießereibetrieb mit Wasserstoff

Forschung
Energie, Umwelt, Betriebssicherheit
Schmelzen
Die Soltauer Gießerei G.A. Röders beteiligt sich an der Entwicklung eines wasserstoffbetriebenen Aluminiumschmelzofens.

Im Zuge des Vorhabens will die Gießerei zudem Energieverbräuche mithilfe künstlicher Intelligenz optimieren und eine energiesparend hergestellte Legierung für hochwertige Anwendungen erforschen. Das Forschungsprojekt Optiprogress startete am 1.1.2022 in enger Zusammenarbeit mit der Universität Braunschweig und den Partnerunternehmen Bohai TRIMET Automotive, ChemTrend, Netco Professionals und Neo hydrogen Sensors. Das Vorhaben, für das Ausgaben von 3 Millionen Euro veranschlagt werden, wird mit 1,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unterstützt. G.A. Röders plant, rund 300000 Euro in das ambitionierte Projekt zu investieren, die Hälfte davon sind Fördermittel.

Die Soltauer Gießerei setzt an ihren beiden deutschen Standorten in Soltau und Weiher bereits seit über zwei Jahren ausschließlich Ökostrom ein. Die Geschäftsführung rechnet jedoch damit, dass die Energiekosten im laufenden Jahr um 2 Millionen Euro höher ausfallen werden als im vergangenen Jahr und erklärt: „Für uns stellen die Energiepreise eine noch größere existenzielle Bedrohung dar als die Coronapandemie.“ Die explodierenden Mehrkosten könnten nicht an die Kunden weitergereicht werden, da es sich um langfristig geschlossene Verträge mit großen Unternehmen der Fahrzeug- und Luftfahrtindustrie handle. Auch aus diesem Grund würden die Fördergelder dringend gebraucht.

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