Fertigungsfehler frühzeitig vermeiden

ESI veröffentlicht Software Pam-Composites 2016

Die neue Software bietet Prozess- und Entwicklungsingenieuren eine komplette Sammlung von Modulen zur Vorhersage, Analyse und Korrektur von Fertigungsfehlern bei Verbundwerkstoff-Komponenten über die gesamte Fertigungskette.

Anwendungsbeispiel: Mit Pam-Composites kann die vollständige Fertigungskette zur Entwicklung fehlerfreier Sandwichplatten für Flugzeugrümpfe simuliert werden. Grafik: ESI Group

Der Software-Spezialist ESI Group kündigt die neue Version seiner Pam-Composites 2016-Softwarelösung an. Die Software erkennt den Ursprung und die Ursache von Fertigungsfehlern und ermöglicht es, Composite-Bauteile mit noch höherer Genauigkeit herzustellen. Dadurch wird der Materialeinsatz reduziert und die Notwendigkeit kostspieliger und zeitaufwändiger Trial-and-Error-Ansätze und damit verbundene Versuche überflüssig.

Mit der Pam-Composites-Lösung können Prozess- und Entwicklungsingenieure ihre Simulationen auf die exakten Materialeigenschaften eines Verbundwerkstoffes und die individuelle Fertigungsumgebung maßschneidern und Fertigungsfehler für eine breite Palette von Verbundwerkstoff-Fertigungsprozessen reduzieren. Diese umfassen: Drapieren, Tiefziehen von Thermoplasten, Liquid Composites Molding (LCM), Resin Transfer Molding (RTM), Aushärten sowie zwei neue, robotergeführte Drapierprozesse: Automated Fiber Placement (AFP) und Automated Tape Layering (ATL).

In Pam-Composites 2016 werden durch die neu eingeführte Funktion der statistischen Versuchsplanung (Design of Experiments) automatisch Schwankungen bei den Werkstoff- und Prozessparametern analysiert. Dies erlaubt es Prozess- und Entwicklungsingenieuren, wichtige Einflussparameter gezielt zu optimieren und so die Prozessstabilität zu verbessern.

Durch die neue Die Spotting (Werkzeug-Tuschierung)-Funktion wird es Prozess- und Entwicklungsingenieuren ermöglicht, bestehende Werkzeuge automatisch so anzupassen, dass ein perfekter Kontakt mit dem Bauteil gewährleistet ist. Dies vermeidet die oft beim warmgeformten Organoblech zu beobachtende Brückenbildung in Bereichen, wo Harzmigration und nicht ausreichende Verdichtung zu sichtbaren Fehlern führen. Ingenieure können so auch das Auftreten von Bereichen mit niedriger Faserkonzentration oder die Ausbildung von Fließkanälen während der Harzinjektion oder -infusion vermeiden.

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