Lost Foam-Verfahren für höchste Designfreiheit

LFC-Workshop vom 13. bis 14. Juni 2017 in Landshut

Unter dem Titel „Konstruieren mit höchster Designfreiheit – Mit dem Lost Foam-Verfahren neue Produkte erschließen“ bietet der Lost Foam Council in Kooperation mit der BWW Group und dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM einen zweitägigen Workshop an.

Geschäumte und geschlichtete Modelltraube für die Produktion eines 6-Zylinder-Zylinderkopfes im Lost Foam-Verfahren. Foto: LFC

Große Freiheiten beim Konstruieren und Fertigen multifunktionaler Gussteile aus Stahl und Eisen sowie Aluminium- und Kupferlegierung – damit sorgt das Lost Foam-Gießverfahren (LFV) in der metallverarbeitenden Industrie zunehmend für Furore. Die BMW Group etwa nutzt es, um endkonturnah hochkomplexe Zylinderköpfe mit integrierten Hinterschneidungen und feinsten Kanälen in Großserie zu produzieren. Nun haben interessierte Ingenieure, Konstrukteure und Techniker Gelegenheit, einen detaillierten Einblick in das innovative Verfahren bei dem renommierten Anwender zu bekommen.

Unter dem Titel „Konstruieren mit höchster Designfreiheit – Mit dem Lost Foam Verfahren neue Produkte erschließen“ bietet der Lost Foam Council (LFC) in Kooperation mit der BWW Group und dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM einen zweitägigen Workshop an. Er findet vom 13. bis 14. Juni 2017 in Landshut statt. Angesprochen sind neben Konstrukteuren, Bauteileentwicklern und Gießereimitarbeitern auch Gussteileinkäufer und Anwender sowie angehende Fach- und Führungskräfte. Der Anmeldeschluss ist 2. Juni 2017. Die Teilnehmeranzahl ist limitiert.

Im Workshop erhalten die Teilnehmer eine Einführung in das LFV und lernen dessen Vorteile und Grenzen anhand von Konstruktionsbeispielen aus dem Maschinen- und Automobilbau kennen. Dazu gehört auch eine Besichtigung der Lost Foam-Großseriengießerei des BMW Group Werk Landshut.

Das Lost Foam-Gießverfahren (LFV) ist ein Sandgussverfahren zur Produktion vorwiegend besonders komplexer Metallbauteile, die mit anderen Gießverfahren nicht oder nur unbefriedigend hergestellt werden können. Dabei wird zunächst das Bauteil in einzelne hinterschnittfreie Segmente zerlegt. Diese Einzelsegmente werden in einem expandierfähigem Polymer geschäumt und dann zu einem Modell zusammengefügt und in binderlosen Formsand eingebettet. Durch Eingießen der Metallschmelze zersetzt sich das Modell vollständig. Dieses „Verlieren“ des Schaumstoffmodells während des Gießens gibt dem Lost Foam Verfahren seinen Namen. Dessen Ergebnis ist eine detailgetreue, einsatzfähige Metallkopie des EPS Modells.

www.lostfoamcouncil.de