Feuerfeste Ofenauskleidungen von WZR

Tagung „Keramik+“ am 5. und 6. Juli 2017 in Rheinbach

Mit einem gießfähigen Vakuum-Induktionsofen ausgestattet kann WZR im Labor die Elementenwanderungen untersuchen – und Lösungen zur Vermeidung finden. Darüber hinaus verarbeitet WZR gießfähige Feuerfest-Massen zu Schmelztiegeln.

Bei sehr hohen Betriebstemperaturen sind Ofenauskleidungen enormen thermomechanischen und korrosiven Belastungen ausgesetzt. Foto: WZR

Bei sehr hohen Betriebstemperaturen sind Ofenauskleidungen enormen thermomechanischen und korrosiven Belastungen ausgesetzt. Daher ist der richtige Einsatz von feuerfesten Werkstoffen vor allem in der Gießereiindustrie unverzichtbar.

In Gießereien werden zunehmend elektrisch betriebene Induktionsöfen verwendet. Diese weisen an der Kontaktzone zwischen Schmelze und Tiegelmaterial der Ofenauskleidung starke Temperaturunterschiede auf. Dabei kommt es zu unerwünschten Austauschreaktionen zwischen den Materialien. Legierungselemente wandern je nach Affinität in die Feuerfestauskleidung. Das kann die nächste Charge verunreinigen. Chemisch veränderte Legierungszusammensetzungen führen leider zu unerwünschten physikalischen Eigenschaften.

Für die Anwender der Gießereien bedeutet diese Elementverschleppung einen enormen Kostenaufwand. Die Tiegel müssen vor einer erneuten Nutzung gereinigt werden. Erst dann kann eine neue Legierung erschmolzen werden. Das lässt sich vermeiden – durch eine lösungsorientierte Entwicklungsarbeit!

Mit einem gießfähigen Vakuum-Induktionsofen ausgestattet kann das Unternehmen WZR (Rheinbach) im Labor die Elementenwanderungen untersuchen – und Lösungen zur Vermeidung finden. Darüber hinaus verarbeitet WZR gießfähige Feuerfest-Massen zu Schmelztiegeln. Je nach Anforderungen kann WZR mit seiner Ofenanlage experimentelle Schmelzversuche mit feuerfeste Materialien durchführen.

Ein großer Vorteil dieser Apparatur ist die schnelle Aufheizung bis 1.600 °C und die Verwendung von geringen Ressourcen. Des Weiteren kann der Ofenraum sofort nach dem Abguss unter Schutzgas-Überdruck gesetzt werden.

Die getesteten Materialien können nach Versuchsende direkt bei WZR mittels Rasterelektronmikroskopie und einem integrierten energie-dispersiven Röntgenspektrometer (REM/EDX) untersucht werden. WZR bietet eine Beratung und lösungsorientierte Entwicklungsarbeit zur Verbesserung feuerfester Werkstoffe an.

Die Additive Fertigung findet mittlerweile in vielen Branchen Anwendung und hat eine rasche Entwicklung durchgemacht. Aus diesem Grund lädt die WZR ceramic solutions GmbH zur Tagung „Keramik+“ am 5. und 6. Juli 2017 ein. Veranstaltungsort ist das City-Hotel Meckenheim bei Rheinbach. Um Anmeldung wird gebeten.

Es wird der Stand von Verfahren und Materialien für die Fertigung von keramischen Bauteilen mittels Additiver Fertigung thematisiert. Darüber hinaus wird auf aktuelle und zukünftige industrielle Umsetzungen geblickt.

www.wzr.cc