Clariant steigert erneut den Umsatz

Der Umsatz stieg um 9 % auf 3,132 Mrd. CHF

Der Clariant-Konzern (Schweiz) hat im ersten Halbjahr ein hohes Umsatzwachstum erzielt und die Profitabilität weiter verbessert. Der gute Geschäftsverlauf wurde in erster Linie durch die Erholung bei Catalysis und die anhaltenden Auswirkungen der differenzierten Steuerung bei Plastics & Coatings erreicht.

Foto: Clariant

Clariant, ein weltweit führendes Spezialchemieunternehmen, hat gab für das erste Halbjahr 2017 einen Umsatz in Höhe von 3,132 Mrd. CHF gegenüber 2,899 Mrd. CHF im Vorjahresvergleich bekannt. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 9 % in Lokalwährung. Das Ergebnis konnte insbesondere durch zweistellige Wachstumsraten bei Catalysis und Natural Resources erzielt werden. Das zugrundeliegende organische Umsatzwachstum von 5 % in Lokalwährung wurde durch Volumenanstiege forciert.

Am deutlichsten fiel das Wachstum in Europa, Asien und Nordamerika aus. In Europa stieg der Umsatz um 8 %. In Asien legte der Umsatz um 11 % zu, was insbesondere auf die starke Umsatzentwicklung in China zurückzuführen ist. In Nordamerika stieg der Umsatz um 14 %. Der Umsatz in Lateinamerika sank gegenüber starken Vergleichszahlen um 3 %, worin sich insbesondere das herausfordernde gesamtwirtschaftliche Umfeld widerspiegelt.

Care Chemicals und Catalysis konnten jeweils eine starke Umsatzexpansion berichten. Der Umsatz von Care Chemicals stieg um 8 % in Lokalwährung, angetrieben durch Industrial Applications. Der Umsatz von Catalysis verbesserte sich um 11 %, unterstützt durch ein organisches Wachstums von 6 %.

Der Umsatz bei Natural Resources erhöhte sich deutlich um 19 %. Hebel dafür waren vor allem die Akquisitionen von Kel-Tech und X-Chem in Nordamerika im Jahr 2016. Der zugrundeliegende Umsatz bei Natural Resources hat sich ebenfalls gut entwickelt. Grund dafür war vor allem ein solides Wachstum bei Functional Minerals. Plastics & Coatings erzielte eine Umsatzsteigerung von 4 % mit anhaltend starken Umsatzzuwächsen sowohl bei Additives als auch in der Region China.

Das EBITDA vor Einmaleffekten stieg um 9 % in Schweizer Franken und erreichte 482 Mio. CHF. Im Vorjahr waren 444 Mio. CHF berichtet worden. Die absolute Profitabilitätsverbesserung war größtenteils der positiven Entwicklung bei Catalysis und Plastics & Coatings zuzuschreiben. Die entsprechende EBITDA-Marge vor Einmaleffekten stieg auf 15,4 % an infolge der anhaltend günstigen Wirkung der differenzierten Geschäftssteuerung bei Plastics & Coatings und der Verbesserung von Catalysis, teilweise auch unterstützt durch die Vollkonsolidierung des Süd-Chemie India Pvt Ltd. Joint-Ventures.

Das Nettoergebnis in Schweizer Franken kletterte um 20 % von 128 Mio. CHF im Vorjahr auf 153 Mio. CHF. Die Steigerung resultiert sowohl aus einem verbesserten absoluten EBITDA vor Einmaleffekten als auch aus geringeren Finanzierungskosten.

Der operative Cashflow sank gegenüber dem starken Vorjahresniveau von 208 Mio. CHF auf 116 Mio. CHF. Die gute Wachstumsdynamik im Juni und eine zu erwartende positive Nachfrage in den kommenden Quartalen führten zu einem höheren Nettoumlaufvermögen. Dieser Faktor zusammen mit Veränderungen bei weiteren kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten kompensierten den Positiveffekt des verbesserten EBITDA.

Die Nettoverschuldung stieg leicht auf 1,584 Mrd. CHF. Zum Jahresende 2016 war eine Nettoverschuldung von 1,540 Mrd. CHF berichtet worden. Diese Entwicklung spiegelt den für das erste Halbjahr typischen saisonalen Anstieg wider.

 

Zweites Quartal 2017

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal 2017 um 8 % in Lokalwährung auf 1,530 Mrd. CHF. Das zugrundeliegende Umsatzwachstum betrug ohne Akquisitionseffekte und die Vollkonsolidierung des Süd-Chemie India Pvt Ltd. Joint-Ventures 4 % in Lokalwährung. Forciert wurde die positive Entwicklung durch Volumenzuwächse.

Nach Regionen betrachtet war Nordamerika mit einem Umsatzwachstum von 18 % in Lokalwährung Spitzenreiter. Schließt man die Akquisitionen aus der Betrachtung aus, entwickelte sich Nordamerika leicht positiv. In Asien stieg der Umsatz um 10 % in Lokalwährung bei einer anhaltend starken Entwicklung in China. In Europa legte der Umsatz um 5 % und in der Region Mittlerer Osten und Afrika um 16 % in Lokalwährung zu. Lateinamerika stand unter dem Einfluss einer schwachen Wirtschaftslage, hier ging der Umsatz gegenüber starken Vergleichszahlen im Vorjahr um 2 % in Lokalwährung zurück.

Der Umsatz bei Care Chemicals wuchs aufgrund von Volumenzuwächsen um 8 % in Lokalwährung. Catalysis verzeichnete einen starken Umsatzanstieg von 20 %, wobei 11 % davon auf organisches Wachstum entfielen. Der Umsatz von Natural Resources erhöhte sich deutlich um 22 %, bei einem organischen Wachstum von 5 %. Plastics & Coatings konnte sich trotz eines starken Vergleichsniveaus um 1 % verbessern, da robuste Umsätze bei Additives die Seitwärtsentwicklung bei Pigments kompensieren konnte.

Das EBITDA vor Einmaleffekten stieg vor allem begünstigt durch einen starken Beitrag von Catalysis und Plastics & Coatings um 8 % in Schweizer Franken auf 232 Mio. CHF, was die zeitweise niedrigen Margen bei Care Chemicals und Natural Resources mehr als ausgleichen konnte. Entsprechend verbesserte sich auf Konzernebene die EBITDA-Marge vor Einmaleffekten von 15,1 % im Vorjahr auf 15,2 %.

 

Ausblick 2017

Clariant erwartet weiterhin ein schwieriges Geschäftsumfeld, das von einer hohen Volatilität der Rohstoffpreise, starken Währungsschwankungen und politischen Unwägbarkeiten geprägt sein dürfte. Wir gehen davon aus, dass die Wirtschaftslage in den Schwellenländern weiterhin herausfordernd bleibt und Schwankungen unterworfen sein wird. In den USA rechnen wir mit moderatem Wachstum, während das Wachstum in Europa voraussichtlich stabil bleiben wird.

Trotz der auch weiterhin herausfordernden Wirtschaftslage ist Clariant zuversichtlich, dass sie 2017 Wachstum in Lokalwährung sowie eine Verbesserung des operativen Cashflows, des absoluten EBITDA und der EBITDA-Marge vor Einmaleffekten erzielen wird.

Clariant bestätigt ihr mittelfristiges Ziel, eine Position in der Spitzengruppe der Spezialchemie-Branche zu erreichen. Dies geht mit einer EBITDA-Marge vor Einmaleffekten zwischen 16 % und 19 % und einer Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) über dem Durchschnitt der Peer-Gruppe einher.

www.clariant.com