Zulieferindustrie mit angezogener Handbremse

Bis einschließlich Juli lag die inländische Pkw-Fertigung um vier Prozent im Minus

Die Einschätzung der aktuellen Konjunkturlage hat sich bei der Zulieferindustrie nicht mit der Dynamik vergangener Monate verbessert. Dennoch gebe es erste Anzeichen, dass ein oberer Wendepunkt bei der Geschäftslage in Sichtweite rücken könnte.

Foto: formnext

Die Lagebewertung der deutschen Zulieferer zeigt sich im August 2017 prinzipiell positiv, teilte die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie ArGeZ mit. Es gebe erste Anzeichen, dass ein oberer Wendepunkt bei der Geschäftslage in Sichtweite rücken könnte.

Die Einschätzung der aktuellen Lage hat sich jedoch nicht mit der Dynamik vergangener Monate verbessert. Auch der Blick auf die Perspektiven erinnert an Grenzen einer weiteren gradlinigen Konjunkturerholung. Dies ist vor dem Hintergrund eines schwächelnden Fahrzeugbaus in Deutschland zu sehen. Bis einschließlich Juli lag die Pkw-Fertigung um vier Prozent im Minus. Dies können nur Zulieferer ausgleichen, welche auch auswärtige OEMs im Kundenportfolio haben. Dort läuft es noch etwas runder: Die Zulassungen importierter Pkw liegen aktuell zweistellig im Plus. Nur machen diese nicht einmal ein Drittel der innerdeutschen Zulassungen aus.

Der Geschäftsklimaindex Zulieferindustrie wird von der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut, München, ermittelt. Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen Gießerei-Industrie, Kunststoffverarbeitung, Stahl- und Metallverarbeitung, NE-Metall-Industrie, Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab.

Der Chart, mit korrigierten saisonbereinigten Daten, steht zum Download auf der ArGeZ-Homepage zur Verfügung.

www.argez.de