Versiegler für TS-Beschichtungen beurteilen

Neue Messmethode von Diamant Metallplastic und dem Institut für Oberflächentechnik

In gemeinsamer Forschungsarbeit (ZIM-Projekt) haben das Institut für Oberflächentechnik (IOT) und die Diamant Metallplastic GmbH eine neue Methode zur Qualifizierung von Versieglern für thermisch gespritzte Beschichtungen erarbeitet.

Das neue Verfahren ist allen bisherigen Methoden zur Qualifizierung von Versiegelungen auf TS-Beschichtungen – etwa der EDX-Analyse – überlegen. Foto: Diamant Metallplastic

Zusammen mit dem Institut für Oberflächentechnik entwickelte das Unternehmen Diamant Metallplastic GmbH (Mönchengladbach) eine neue Methode zur Qualifizierung von Versieglern für TS-Beschichtungen. Die Innovation ist Teil eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten ZIM-Projekts beider Entwicklungspartner. Das ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm für mittelständische Unternehmen und mit diesen zusammenarbeitende wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen.

Künftig steht dem neuen Messverfahren erstmals eine wissenschaftliche Methode zur Bewertung der Versiegelungsqualität von thermisch gespritzten Beschichtungen sowie dem Nachweis zur Eindringtiefe von Versieglern zur Verfügung.

Die sowohl bei metallischen wie keramischen TS-Beschichtungen anwendbare Messmethode bietet verlässliche Aussagen über die Gaspermeabilität der versiegelten Spritzschichten – ein wichtiges Kriterium, wenn es um Standzeitverlängerungen geht und ein frühzeitiges Unterwandern der Beschichtung vermieden werden soll. Ein wesentlicher Vorteil für mehr Qualität und Zuverlässigkeit sowie Wirtschaftlichkeit bei thermischen Beschichtungen.

Damit ist das neue Verfahren allen bisherigen Methoden zur Qualifizierung von Versiegelungen auf TS-Beschichtungen – etwa der EDX-Analyse – überlegen. Durch die hohe Flexibilität des neuartigen Messverfahrens lässt es sich zudem punktgenau auf individuelle TS-Anwendungsfälle und -verfahren abstimmen. Das Ende des gemeinsamen Forschungsprojekts des IOT mit Diamant Metallplastic – und damit die Schaffung der Voraussetzungen zur Marktreife der Projektinhalte – ist auf den Herbst 2017 terminiert.

Die Diamant Metallplastic GmbH mit Sitz im rheinischen Mönchengladbach entwickelt, formuliert und produziert Metall-Polymere sowie Beschichtungen und Verschleißschutz auf Polymerbasis. Abnehmer sind die Metall verarbeitende Industrie, der Maschinenbau, der Automotive-Sektor, die Gusstechnik, die thermischen Spritzer, der Stahl- und Brückenbau sowie die maritime Industrie.

www.diamant-polymer.de