Materialise übernimmt ACTech

Belgischer Spezialist für 3D-Druck erweitert Kompetenzen

Materialise wird seine Expertise im Bereich 3D-Metalldruck nutzen, um die Position von ACTech weiter auszubauen, in denen Komplexität und Schnelligkeit die treibenden Faktoren sind.

Durch die Übernahme von ACTech ist Materialise in der Lage, komplette Fertigungslösungen für spezielle 3D-gedruckte Metallteile anzubieten. Foto: Materialise

Das belgische Unternehmen Materialise hat die ACTech GmbH aus Freiberg in Sachsen übernommen, einen Marktführer bei der Herstellung kleiner Serien hochkomplexer Metallgussteile. Durch die Transaktion werden die Metallkompetenzen von Materialise, der ein führender Entwickler von Software für additive Fertigung und Anbieter von 3D-Druckdienstleistungen ist, mit denen von ACTech zu einem umfassenden Angebot in der Metallherstellung gebündelt.

ACTech verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung und fundiertes Wissen in der Herstellung, Bearbeitung und Qualitätskontrolle von komplexen Metallteilen. Durch den Erwerb der Kompetenz und der hauseigenen Infrastruktur von ACTech wird Materialise die Entwicklung seines eigenen, bestehenden Metallkompetenzzentrums beschleunigen und eine starke Position auf dem Markt für die Fertigung und Lieferung von speziellen, komplexen 3D-gedruckten Metallteilen einnehmen können.

„ACTech kennt Metall und weiß, wie man es gemäß den Produktionsstandards formt, und wir kennen den Metall 3D-Druck", sagt Wilfried Vancraen, Gründer und CEO von Materialise. "Das Zusammenführen beider Kompetenzen ist für die Bereitstellung von 3D-Metalldruckteilen mit hohem Mehrwert für spezielle Anwendungen von entscheidender Bedeutung."

Darüber hinaus kann Materialise durch die Übernahme von ACTech in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen seine Software-Suite für den 3D-Metalldruck weiterentwickeln und verbessern und dabei von den Vorteilen einer aktiven Fertigungsumgebung profitieren.

Wilfried Vancraen: „Mit der Übernahme bauen wir die Position des Fertigungs- und Software-Backbones weiter aus, was der gesamten Branche zugutekommen wird. Seit über 27 Jahren sind wir als ein führender Anbieter von Lösungen für den industriellen Polymerdruck präsent. Diese Position hat uns in die Lage versetzt, eine wachsende Nachfrage nach zertifizierter Fertigung mit dedizierter Software und Lösungen zu entwickeln und zu bedienen. Mit dem Zusammenschluss mit ACTech werden wir diese Strategie für die Metallherstellung forcieren."

ACTech-Kunden erhalten sofortigen Zugang zu 3D-Metalldruckteilen für produktionsvorbereitende Designdurchläufe. Materialise wird seine Expertise im Bereich 3D-Metalldruck nutzen, um die starke Position von ACTech in den Märkten weiter auszubauen, in denen Komplexität und Schnelligkeit die treibenden Faktoren sind.

Materialise übernahm ACTech auf der Basis eines Unternehmenswerts von 45 Mio. Euro für eine Gesamtbarzahlung von 36,3 Mio. Euro an die Verkäufer. Im Jahr 2016 erzielte ACTech nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften Umsatzerlöse in Höhe von 34,3 Mio. Euro mit einem EBITDA von 8,2 Mio. Euro und einem Nettogewinn von 2,3 Mio. Euro. Materialise finanzierte 28 Mio. Euro des Akquisitionsbetrags durch langfristige Bankfinanzierungen, die mit durchschnittlichen Zinssätzen von etwa 1,1 Prozent verzinst werden. Für den Restbetrag nutzte Materialise verfügbare Barmittel. Es wird erwartet, dass die Transaktion direkt nach Abschluss den Ertrag pro Aktie (EPS) steigern wird.

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