Strahlanlage mit kürzerer Durchlaufzeit

Neue Strahlanlage bei Kurtz Ersa

Mit der neuen Anlage bieten sich für die „Smart Foundry“ neue Möglichkeiten, um komplexe Gussteile zu behandeln. Je nach Bauteilkonstruktion werden die acht Schleuderräder einzeln angesteuert und Zeitintervalle für die Behandlungsschritte Entsanden und Strahlen definiert.

Eine kürzere Durchlaufzeit und eine bessere Oberflächenqualität sind die Vorteile der neuen Strahlanlage. Foto: Kurtz Ersa

Projekt erfolgreich abgeschlossen: Das konnte das Projektteam „Neue Strahlanlage“ im Frühling 2017 nach etwa zwei Jahren Laufzeit vermelden. Die „Smart Foundry“ ist nun in der Lage, das komplette Teilespektrum effektiv und deutlich schneller zu strahlen. Die Vorteile sind eine kürzere Durchlaufzeit bei verbesserter Oberflächenqualität.

Nachdem Hallenbau und Dachabdichtungsarbeiten nach den Wintermonaten abgeschlossen waren, drehten sich Ende März erstmals die Schleuderräder, die von acht Turbostrahlturbinen angetrieben werden. In der neuen Strahlanlage können bis zu 16 Tonnen Guss gleichzeitig bei einem maximalen Traubendurchmesser von vier Metern gestrahlt werden. Die neue Strahlanlage löst damit die bestehende Maschine ab, deren Leistungsfähigkeit mit größeren Bauteilabmessungen und höheren Anforderungen an die Oberflächengüte an die Grenzen gekommen war.

Mit der neuen Anlage bieten sich für die „Smart Foundry“ neue Möglichkeiten, um komplexe Kundenteile je nach Anforderung zu behandeln. Je nach Bauteilkonstruktion werden die acht Schleuderräder einzeln angesteuert und Zeitintervalle für die Behandlungsschritte Entsanden und Strahlen definiert. Dadurch stellt sich für jedes Bauteil nach Ablauf der Prozesszeit die geforderte Oberflächengüte ein – und das ressourcenschonend, da das Strahlgut ausschließlich auf das Bauteil abgeworfen wird.

Die Strahlanlage wurde in direktem Anschluss an die bestehenden Produktionsanlagen in beengten Verhältnissen errichtet. Bei der Auslegung des Prozesses war daher Kreativität gefragt. Um maximale Kapazität bei optimalem Teiledurchlauf zu erreichen, entschied man sich für eine Krananlage, die einen Hallenwechsel ohne Absetzen der Gussteile ermöglicht. Damit konnte die Anlage ideal in den Materialfluss integriert werden, ohne den laufenden Betrieb während der Bauarbeiten zu beeinflussen, teile das Unternehmen mit.

www.kurtzersa.de