Tragbare Härteprüfgeräte für große und kleine Bauteile

Hegewald & Peschke bietet mobile Härteprüfgeräte verschiedener Hersteller an

Mobile Härteprüfverfahren sind aus der heutigen Werkstoffprüfung nicht mehr wegzudenken. Mobil ist ein Härteprüfgerät dann, wenn es leicht transportiert werden kann und die Ermittlung des Härtekennwerts vor Ort erfolgt.

Foto: Hegewald & Peschke

Mobile Härteprüfung kommt immer dann zum Einsatz, wenn es darum geht, in Maschinen oder Anlagen eingebaute oder große, schwer transportable Teile zu testen. Gerade bei schwer zugänglichen Stellen haben die mobilen Härteprüfer Vorzüge gegenüber den stationären Härteprüfgeräten.

Aber auch für besonders dünne und kleine sowie unregelmäßig geformte Bauteile eignet sich die mobile Härteprüfung. Der Vorteil der mobilen Härteprüfgeräte ist zum einen, dass auch mit geringeren Prüfkräften Messungen vorgenommen werden können. Zum anderen sind die Geräte klein, handlich und flexibler einsetzbar, als es bei stationären Geräten der Fall ist.

Der Einsatz tragbarer Härteprüfgeräte erfordert Erfahrung und gute Kenntnisse der Bauteile, die geprüft werden müssen. Entscheidend ist, dass das richtige mobile Härteprüfverfahren umgesetzt wird. Da sich bei mobilen Prüfgeräten Umgebungseinflüsse eher als bei den stationären Geräten auf das Messergebnis auswirken, ist die Normierung der Messungen besonders wichtig.

Nicht alle Bauteile können mit tragbaren Härteprüfgeräten nach den Prüfverfahren Vickers, Brinell oder Rockwell getestet werden. Daher wurden nach Firmenvorschriften weitere Verfahren entwickelt. Die verschiedenen Methoden unterscheiden sich nach Art der Lastaufbringung (statisch oder dynamisch), Art der Messung (nach Entlastung, Teilentlastung oder während Belastung), Art der Messgröße (Kugeleindruckdurchmesser, Diagonalenlänge, Eindringtiefe, elektrischer Widerstand) und nach Art der Eindringkörpergeometrie (Kugel, Pyramide oder Kegel).

Relevant für die mobile Härteprüfung sind die Normen DIN 50157 für die Eindringtiefe, die DIN 50158 für die Messung des elektrischen Widerstands sowie die DIN 50159 für das Verfahren zur Kalibrierung von tragbaren Härteprüfgeräten nach dem UCI-Verfahren. Durch die Normen ist der Bezug für die Messung der Eindringung durch eine eigene Auflage auf der zu messenden Oberfläche gegeben. Damit wird erreicht, dass ein eventuelles Nachgeben des Werkstücks, der Spindel oder anderer beweglicher Teile des Stativs nicht auf das Ergebnis einwirken kann. Verfälschte Messergebnisse, wie sie durch fehlende Idealbedingungen im praktischen Einsatz mitunter entstehen, wenn etwa das Prüfstück durch eine Verschmutzung der Oberfläche nicht perfekt aufgenommen wird, sind somit nahezu ausgeschlossen. Bei Einhaltung der Norm ist bei mobilen Härteprüfern ein Messen mit hoher Genauigkeit möglich.

Die bekanntesten mobilen Härteprüfgeräte der Firma ERNST sind das Computest Scx, das Dynatest Scx und das Esatest Scx, die für verschiedene Prüfanwendungen zum Einsatz kommen und deutschlandweit in Alleinvertretung von der Firma Hegewald & Peschke (Nossen) vertrieben werden. Sie können allesamt nach den Normen DIN 50157 und 50158 zertifiziert werden.

Das Esatest Handy Scx ist das Härteprüfgerät der Wahl für schwer zugängliche Stellen. Es findet daher oft bei Messungen an Zahnrädern, der Prüfung von zylindrischen Teilen, von Wälzlagern, am Fluchtkreis einer Kurbelwelle oder der Innenprüfung von Rohren Verwendung. Selbst bei sich durchbiegenden Werkstücken liefert es korrekte Prüfergebnisse. Durch die Magnethalterung ist eine seitliche ebenso wie eine Überkopfprüfung möglich.

Das Computest Scx ist wohl das vielseitigste tragbare Härteprüfinstrument. Es kann für verschiedenste Materialien und unterschiedliche Formen verwendet werden. So wird es z.B. besonders für sehr feine zu prüfende Bauteile verwendet, wie etwa in der Medizintechnik, wenn es darum geht, chirurgische Instrumente zu testen.

Das Dynatest Scx wurde speziell für die Messung von Guss entwickelt. Es kann hohe Prüfkräfte aufbringen und kommt daher vornehmlich in Gießereien und Härtereien bzw. im Flugzeug- und Automobilbau und der Raumfahrt zum Einsatz. Ein spezieller Anwendungsfall ist die Prüfung von großen Gehäuseteilen, wie etwa bei Windkraftanlagen, die ohne mobile Härteprüfung nicht denkbar wäre.

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