Emissionen beim Gießen reduzieren

ASK Chemicals beim Formstoff-Forum Lösungen zur Emissionsvermeidung

Auf dem Formstoff-Forum am 7. und 8. März 2018 in Aachen präsentiert ASK Chemicals emissionsfreie und emissionsreduzierte Produkte wie wasserbasierte Schlichten, Binder, Additive, Trennmittel oder Speiser-Lösungen.

Foto: ASK Chemicals

Immer mehr Gießereien stehen vor der Herausforderung, Emissionen zu vermeiden, ohne dabei Zugeständnisse an Werkstoffeigenschaften, die Produktivität oder die wirtschaftliche Effizienz zu machen. Die Gründe für diese Notwendigkeit sind vielfältig. Behördliche Auflagen zur Reinhaltung der Luft und des Arbeitsplatzes sowie Beschwerden des Umfelds – z. B. der Nachbarn – sind dabei die wesentlichen Treiber für den fortschreitenden Ruf nach immer emissionsreduzierteren Produktionsprozessen. Auf dem diesjährigen Formstoff-Forum, dem zentralen Branchentreff der deutschsprachigen Gießerei-Industrie, präsentiert ASK Chemicals seine Lösungen für ebendiese Herausforderungen.

Effiziente Lösungen aus der Gießerei-Chemie

chon früh hat ASK Chemicals die Notwendigkeit erkannt, emissionsreduzierte und dennoch effiziente Lösungen zu entwickeln. Das Portfolio des Unternehmens umfasst heute emissionsfreie und emissionsreduzierte Produkte wie wasserbasierte Schlichten, Binder, Additive, Trennmittel oder Speiser-Lösungen. Einen besonderen Beitrag zur Reduktion der Emissionsfracht in der Gießerei leisten vornehmlich die anorganische INOTEC-Technologie und die Cold-Box-Technologie ECOCURE BLUE.

Die INOTEC-Technologie zeigt ihr Potenzial insbesondere in hochproduktiven und anspruchsvollen Segmenten wie der Fertigung von Motorblöcken und Zylinderköpfen im Aluminium-Niederdruck-Kokillen- und -Schwerkraftguss. Die Technologie findet bereits seit einigen Jahren bei allen führenden Automotive-Gießereien Anwendung. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber organischen Kernherstellungsverfahren ist das Verringern oder sogar Vermeiden von Gerüchen und Emissionen (Zersetzungsprodukte, Kondensate) während der Kernherstellungs-, Kernlagerungs- und Gießprozesse. Dadurch können nicht nur Luftaufbereitungsmaßnahmen eingespart, sondern auch Wartungs- und Reinigungsaufwand der Metalldauerformen deutlich reduziert werden. Im Bereich des Eisen- oder Stahlgusses hat die INOTEC-Technologie in den letzten Jahren ebenfalls Fortschritte gemacht, befindet sich dort jedoch noch nicht in der Serienreife. Dr. Felix Mück, Laborleiter Inorganics Iron & Steel bei ASK Chemicals, wird auf dem Formstoff-Forum in Aachen den aktuellen Entwicklungsstand der INOTEC-Technologie für den Eisenguss präsentieren und einen Ausblick auf die künftige Entwicklung geben.

Mit der „ECOCURE BLUE“-Technologie können Gießereien Emissionen absenken und die aktuell geforderten Grenzwerte in der organischen Serienfertigung einhalten. ECOCURE BLUE ist das weltweit einzige Cold-Box-System, dessen Teil 1 frei von Gefahrstoffkennzeichnung ist. Praxisbeispiele belegen, dass durch den Einsatz dieser Bindemittel-Technologie BTX-Emissionen deutlich gesenkt werden. So konnten bei einer namhaften Gießerei eine Binderreduktion von 22 %, eine Verringerung der BTX-Emissionen im Gießprozess um 66 % sowie eine BTX-Reduzierung im Altsand von 34 % erzielt werden. Die „ECOCURE BLUE“-Technologie wurde für Anwendungen im Eisen- und Stahlguss sowie im Aluminium-Sandguss entwickelt. Die emissionsreduzierte Lösung für den Aluminium-Kokillenguss wurde 2017 unter dem Namen ECOCURE SILVER im Markt eingeführt.

Abluftreinigung neu gedacht mit dem Start-up xpuris

Vor dem Hintergrund der technologischen Grenzen organischer Binder-Technologien, die immer Emissionen freisetzen werden, hat sich ASK Chemicals dazu entschieden, neben der stetigen Optimierung seiner gießerei-chemischen Produkte einen weiteren Weg zu beschreiten, der Gießereien helfen wird, die Herausforderungen im Bereich Emissionen und Arbeitsplatzgrenzwerte zu meistern. Mit der Gründung seines Start-ups xpuris möchte der Gießerei-Zulieferer „Abluftreinigung neu denken“. Das modulare System xpuris baut Emissionen im Gießerei-Prozess nahezu vollständig ab. Dabei stellt die UVR-Technologie die Selbstreinigungsmechanismen der Erdatmosphäre nach und beschleunigt diese bis zu 1.000 Mal. Während der Behandlungsphasen werden die Schadstoffe in der Abluft in harmlose Reaktionsprodukte zersetzt, die leicht aus dem Abluftstrom ausgeschieden werden. xpuris kann – je nach Bedarf – verschiedene Komponenten aus der Abluft entfernen, z. B. bei einer Cold-Box-Kernfertigung neben Aminen auch TOC. Die Emissionen werden an den unterschiedlichen Quellen erfasst und anschließend sequenziell oder parallel mit unterschiedlichen xpuris-Filtereinheiten gereinigt. Entsprechend der Verschmutzungsbelastung kann die Leistung der einzelnen xpuris-Filtereinheiten reduziert oder erhöht werden. Über Sensoren und modernste Steuerungstechnologie wird eine energieeffiziente Abluftreinigung „on demand“ erreicht, die die Betriebskosten der Gießerei senkt.

Frank Lenzen, Technischer Produktmanager Cold-Box-Binder bei ASK Chemicals, und Dirk Kiele-Dunsche, CEO bei xpuris, werden in ihrem gemeinsamen Vortrag mit dem Titel „Wirtschaftliche Lösungen zur Emissionsvermeidung in Gießereien“ den kombinierten Einsatz der „ECOCURE BLUE“-Technologie mit innovativer Ablufttechnik darstellen und die Potenziale – insbesondere für mittelständische Gießereien – aufzeigen.

www.ask-chemicals.com