Zinkangebot bleibt knapp

Die steigende Nachfrage nach Zink hält das Angebot knapp und den Preis hoch

Der Zinkmarkt ist gemessen an Volumen und Wert größer als der Silber-, Platin- und Molybdänmarkt zusammengenommen. Um die absehbare Angebotslücke zu füllen, braucht es nach Ansicht der Experten von Wood Makenzie mehr neue Minen.

Erzverladung auf Pinarzgozu. Foto: Pasinex Pesources

Teck Resources, einer der führenden Zinkproduzenten weltweit, stellt sich auf eine dauerhafte Verknappung des Angebots und zugleich auf anhaltend hohe Preise ein. Nach einer Marktstudie des Unternehmens besteht selbst bei einem schwachen Wachstum der Zinknachfrage um 2,3 Prozent pro Jahr bis 2025 ein zusätzlicher Bedarf von jährlich 4,1 Mio. Tonnen Zink.

Bei einem etwas stärkeren Wachstum der Nachfrage würden sogar 5,2 Mio. Tonnen an zusätzlicher Produktion jährlich gebraucht. Derzeit liegt die weltweite Jahresproduktion von Zink bei 14 Mio. Tonnen. China ist sowohl der größte Produzent (40 Prozent) wie auch der größte Konsument. Zuletzt hat China eine Reihe von Minen im eigenen Land mit Rücksicht auf Umweltschäden geschlossen.

Der Zinkmarkt ist gemessen an Volumen und Wert größer als der Silber-, Platin- und Molybdänmarkt zusammengenommen. Um die absehbare Angebotslücke zu füllen, braucht es nach Ansicht der Experten von Wood Makenzie mehr neue Minen. Doch alle derzeit bekannten, in der Entwicklung befindlichen neuen Projekte werden der Schätzung zufolge bis 2025 höchstens 3 Mio. Tonnen zusätzliche Produktion pro Jahr liefern. Es bliebe demnach ein Defizit von rund 1 Mio. Tonnen Zink pro Jahr. Außerdem lehrt die Erfahrung, dass sich viele Projekte eher verzögern oder gar nicht gebaut werden.

Die Statistik zeigt auch, dass bis 2020 so gut wie keine zusätzliche Kapazität neu an den Markt kommt. Aktuelle Produzenten können sich demzufolge auf längere Sicht auf hohe Zinkpreise einstellen. Pasinex Resources, die Goldinvest.de schon lange begleitet, gehört zu den wenigen Unternehmen, denen es nach eigenen Angaben gelungen ist, entgegen dem allgemeinen Trend eine neue Entdeckung schnell in Produktion zu bringen. 2017 verspricht ein Rekordjahr für Pasinex zu werden. Zuletzt (Q3) erwirtschaftete das 50/50 JV in der Türkei eine Marge von 62 Prozent. Angesichts von Zinkpreisen nahe dem 10-Jahreshoch sollte die Pinargozou-Mine auch aktuell sehr hohe Margen erwirtschaften. Die Zahlen zum Jahresabschluss werden bei Pasinex für Mitte April erwartet.

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